Erstellt am 17. Oktober 2012, 00:00

Sonne für Schüler. Photovolaik-Projekt / Kurzwiese erhält Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage. Schüler erkunden deren Technik und Möglichkeiten.

Unter Strom. Michael Leeb, Dominik Popovits, Hannah Spahits und Bianca Radits (v.l.) beschäftigten sich mit dem Messen von Strom.Sorger  |  NOEN
Von Nina Sorger

EISENSTADT / im Gymnasium Kurzwiese setzt man neuerdings auf Strom aus der Sonne. Im Rahmen des EU-Projektes MOVE bekam die Schule vom Land eine Photovoltaikanlage, die bereits auf dem Dach montiert wurde.

„Wir wollen die Schüler nicht nur darüber informieren, dass erneuerbare Energien die Zukunft sind, sondern ihnen auch vorleben, dass das durchaus reale, wirtschaftliche Möglichkeiten sind“, erklärt Grete Krojer, die als Lehrerin das Projekt koordiniert.

Workshops zur Praxis der Stromgewinnung 

Im Jahr wird die Anlage 3.000 Kilowattstunden Strom erzeugen – etwa soviel, wie ein Einfamilienhaus braucht –, die direkt ins Schulnetz eingespeist werden. Wie viel Strom gerade erzeugt wird, können die Schüler auf einem Display in der Pausenhalle sehen, aber auch eine App für Smartphones soll es geben, die die Arbeit der Anlage verfolgt. Die Photovoltaikanlage kostete 8.150 Euro, die Visualisierungskomponenten kamen auf weitere 2.725 Euro. 85 Prozent davon werden aus EU-Mitteln finanziert, den Rest übernahm das Land.

Damit die Anlage aber nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen pädagogischen Effekt hat, arbeiten die sechsten Klassen des Gymnasiums das Thema Photovoltaik in Form zweier Projekttage auf. Beim ersten Projekttag gab es Vorträge über Klimaentwicklung und die Technologie hinter dem Photovoltaik-Strom sowie Workshops zum Thema Stromgewinnung und Experimente mit Photovoltaikpanels. Die Schüler zeigten sich engagiert: „Es ist spannend, zu erfahren, was hinter der Anlage auf unserem Dach steckt und welche Möglichkeiten sie bietet“, erklärte etwa Sechstklässlerin Hannah Spahits.

Die Ergebnisse der Workshops sollen im Rahmen eines zweiten Projekttages am 29. November präsentiert werden.