Erstellt am 29. August 2012, 00:00

Spitzen auf die Unzufriedenen. BETTINA EDERüber die fünfte Möglichkeit zur Wahl.Wo sind nun die Lärmgegner und Jugendinitiativen, Bürgerlisten und Piratenparteien?“, kommentierte Redaktionsleiter Werner Müllner noch vor zwei Wochen.

Seine Schlussfolgerung war, dass sich jene entweder fürchten, oder dass sie zu dem Schluss gekommen seien, dass Eisenstadt „eh net so schlecht ist“. Das rief Andi Zarits prompt auf den Plan. Der nach den Wahlen 2007 selbst ernannte Polit-Pensionär steigt wieder in den Ring und hat binnen kürzester Zeit einige Mitstreiter und Unterstützer gefunden. 2007 scheiterte er zwar als Drittplatzierter im Team der Liste Burgenland, 2012 will er’s – nun aber als Spitzenkandidat mit neuer Liste – wieder wissen.

Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass er 2007 magere 30 Vorzugsstimmen bekam und ein Gemeinderatssessel etwa 240 Stimmen wert ist. Doch wo sollen die Stimmen herkommen? Aus dem Lager der Nichtwähler und Protestwähler. Und genau das stört vermutlich – abgesehen von der regierenden ÖVP – einige Parteien. Denn die „spitzen“ auch auf die Unzufriedenen. Für die Demokratie ist es auf jeden Fall gut: Jede neue Wahlmöglichkeit macht Eisenstadt nur bunter und vielfältiger.

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