Erstellt am 29. Juni 2011, 00:00

SPÖ: „Kanal im Argen“. DISPUT / SPÖ kritisiert fehlenden Hochwasserschutz. Straßen seien „Flickwerk“. ÖVP kontert: „Krankjammern ist fehl am Platz.“

VON NINA SORGER

EISENSTADT / Die heurigen Regenfälle haben die SPÖ auf den Plan gerufen, sich wieder die Straßen und Kanäle anzusehen. „Wenn die ÖVP so stolz auf ihren Budgetüberschuss ist, dann finde ich das provokativ bei dieser Straßensituation! Die Straßen sind ein einziges Flickwerk!“, ärgert sich SP-Vize Günter Kovacs.

Auch beim Hochwasserschutz liegt für Kovacs vieles im Argen: „Eine Frau erzählte mir etwa, dass im Rosentalried ein Kanaldeckel offensteht. Sie war sechsmal im Rathaus, und nichts wurde gemacht.“ SP-Gemeinderat Gerald Gebhardt sieht das Problem beim Bevölkerungszuwachs: „Das Einzugsgebiet für die Mischwasserkanäle erweitert sich dadurch, aber die Infrastruktur wird nicht angepasst.“ Für den St. Georgener Bach oder den Sandgrubweg gebe es keinen Hochwasserschutz, so Klubobmann Otto Kropf: „Die ÖVP weiß davon und jubelt, dass der Hochwasserschutz zu 95 Prozent gesichert ist! Dabei sind es höchstens 60 Prozent. Damit gefährdet sie die Sicherheit der Einwohner!“

Fraunschiel: „15 Millionen  Euro für Hochwasserschutz“

Seitens der ÖVP verweist Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel auf den Budget-Überschuss: „Insgesamt haben wir 1,2 Millionen Euro für die Straßen vorgesehen. Zusätzlich stellen wir 300.000 Euro zur Verfügung.“ Neben der Spange Süd stehen heuer etwa die Sanierung der Weingartenstraße und des Axerweges sowie Instandsetzungsarbeiten für 400.000 Euro am Plan. Weiters erklärt sie: „In den vergangenen 15 Jahren wurden 15 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert.“ Die Industriestraße werde etwa hochwassersicher gemacht, beim „Shopping Park Haidäcker“ sei ein Damm errichtet worden, und dem vom Hochwasser betroffenen Heidehof solle geholfen werden. „Das Krankjammern von Kovacs und Co. ist daher völlig fehl am Platz“, so Fraunschiel.