Erstellt am 23. März 2011, 00:00

SPÖ: Plätze fehlen. KINDERKRIPPE / Laut SPÖ herrscht ein Mangel an Betreuungsplätzen für Kleinkinder. ÖVP: „Das stimmt überhaupt nicht!“

VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Es gäbe zu wenige Kinderbetreuungsplätze für ein- bis dreijährige Kinder, meint die SPÖ und fordert daher den raschen Ausbau dieser notwendigen Einrichtungen. Dazu SPÖ-Vizebürgermeister Günter Kovacs: „Momentan gibt es lediglich zwei städtische Kinderkrippen-Gruppen für jeweils 15 Kinder am Schwarz-Platz und außerdem noch eine eingruppige private Kinderkrippe in der Gölbeszeile.“ Dieser weiter: „Momentan sieht es leider so aus, dass man selbst, wenn man sich bei der Geburt des Kindes für einen Krippenplatz anmeldet, keinen bekommt. Die Wartezeiten betragen laut Auskunft beispielsweise ,zwei Jahre und drei Monate‘. Allein im letzten Monat wandten sich drei Eisenstädter Familien, deren Kinder aus nicht nachvollziehbaren Gründen keinen Kinderkrippen-Platz erhalten, an mich. Das ist ja katastrophal für diese Familien!“

Kovacs fürchtet, dass es bei der ÖVP Desinteresse für den Ausbau von Kindergrippen gibt: „Wir haben diesen Mangel an Kinderbetreuungsplätzen auch bereits im zuständigen Ausschuss für Schule/Jugend/Sport angesprochen – bislang allerdings ist die ÖVP noch völlig untätig geblieben. Ich habe den Eindruck, dass der Ausschuss-Vorsitzende Deli mit dieser Materie leider sehr, sehr überfordert ist.“

ÖVP-Gemeinderat Istvan Deli kontert: „Es gibt keinen Mangel an Kinderbetreuungsplätzen. Kovacs ist in mehrfacher Hinsicht falsch informiert. Zunächst haben wir nicht drei, sondern vier Kinderkrippengruppen und zusätzlich eine alterserweiterte Gruppe, in die Kinder ab eineinhalb Jahren gehen können. Zurzeit sind in der Kinderkrippe Gölbeszeile noch Plätze frei, die wir als Stadt im selben Ausmaß fördern wie die Plätze in unseren eigenen Einrichtungen.“

Deli weiter: „Zusätzlich haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass Kinder in St. Georgen und Kleinhöflein bereits ab zweieinhalb Jahren den Kindergarten besuchen können. Selbstverständlich wird das Angebot laufend evaluiert, um rasch auf neue Entwicklungen reagieren zu können.“

Aktuell werden 439 Kinder in acht städtischen Einrichtungen und 32 in einer privaten betreut. Für die Stadt fallen im Durchschnitt pro Kind und Jahr Kosten in der Höhe von 2190 Euro an. Die 439 Kinder werden von 36 Kindergärtnerinnen, 17 Helferinnen und einem Helfer betreut.