Erstellt am 13. Januar 2016, 12:09

von Bettina Eder und Nina Sorger

St. Georgen ohne Ball. Bauernkapelle St. Georgen und Feuerwehr des Ortsteils veranstalten heuer keinen Ball. Grund sind die Locations.

Kreative Truppe. Die Mitternachtseinlagen - wie jene aus dem zweiten Jahr 2011 (Foto) - waren beim Musikerball immer das Highlight. Foto: Eder  |  NOEN, Bettina Eder

Die Eisenstädter Ballsaison ist heuer gleich um mehrere Bälle ärmer. Nachdem der Kleinhöfleiner Jugendball abgesagt wurde, müssen die Eisenstädter auch auf den Ball der Bauernkapelle St. Georgen, die die letzten Jahre immer den Steinboden des EZEisenstadts zum Tanzparkett umfunktionierte, verzichten.

Trotz Besucherschwund: Kein endgültiges Aus

„Es hätte heuer Terminkollisionen mit einem anderen Ball gegeben und es wurde schon in den letzten Jahren immer schwieriger, einen Gastronomen zu finden. Das ganze ist im EZE mit einem enormen Aufwand verbunden“, erläutert Obmann Reinhard Bauer die Beweggründe.

Zudem seien die Besucherzahlen auch zurückgegangen. Ein endgültiges Aus für den Ball soll es aber nicht sein. „Eine entsprechende Location zu einem vernünftigen Preis ist schwer zu finden. Der E_Cube ist zu klein und das Kulturzentrum sowie die Orangerie zu teuer. Aber wir wollen uns für 2017 etwas Neues überlegen“, so Bauer.

Florianis: „Ohne Saal können wir keinen Ball machen“

Auch die Feuerwehr St. Georgen hat heuer keinen eigenen Ball veranstaltet, sondern sich am vergangenen Samstag am Ball der Stadtfeuerwehr Eisenstadt beteiligt. Dass es heuer keinen Ball geben würde, war schon im Vorjahr klar, denn der Grund ist hier ein räumlicher: Der Saal des Gasthauses Wimmer, der der Feuerwehr immer als Ballsaal gedient hatte, wurde nach dem Vorjahresball in mehrere Fremdenzimmer umgebaut.

„Ohne Saal können wir natürlich keinen Ball machen, daher haben wir uns heuer bei den Eisenstädtern angehängt. Aber es ist nicht dasselbe und hat uns schon traurig gemacht“, so St. Georgens Feuerwehrkommandant Manfred Wagner.

Da der UFC St. Georgen, der sein Sportlergschnas ebenfalls immer im Wirtshaus gefeiert hatte, heuer kurzerhand in die Sportplatzkantine übersiedelt war, hatte auch die Feuerwehr an ein Kränzchen im eigenen Haus gedacht, aber: „Wir hätten unten die Halle, müssten aber oben die Bar machen. Das wäre eine zerrissene Partie“, so Wagner.

Dass es irgendwann wieder einen St. Georgener Feuerwehrball geben könnte, will Wagner aber nicht ausschließen: „Sobald es in St. Georgen eine geeignete Balllocation gibt, sind wir am Start“, so Wagner.