St. Margarethen im Burgenland

Erstellt am 17. August 2016, 11:49

von Nina Sorger

Baby für die Passion. Die kleine Magdalena Wind kam während der heurigen Passion zur Welt – ebenso wie Brüderchen Emil fünf Jahre zuvor.

Passionsfamilie. Die kleine Magdalena Wind – hier auf dem Arm von Jesusdarsteller Christian Katter – nach ihrem ersten Passionsauftritt mit Papa Andreas, Mama Rebecca und dem großen Bruder Emil. Foto: Sorger  |  Nina Sorger

Viele St. Margarethener werden in die Passionsspiele hineingeboren – ganz besonders gilt das für den jüngsten Zuwachs der Passionsgemeinde: Die kleine Magdalena Wind wurde am 3. August geboren und stand nur zehn Tage danach bereits zum ersten Mal auf der Bühne des Römersteinbruchs.

Die frischgebackene Mama Rebecca Wind hatte bis wenige Tage vor der Geburt noch mitgespielt: „Wir sind mit Herz und Seele dabei. Da ist es klar, dass ich wieder auf der Bühne stehe, sobald es mit der Kleinen geht“, strahlt Rebecca.

„Wurden bei der Passion auch ein Paar“

Eigentlich war die kleine Magdalena bald nach Brüderchen Emil geplant: „Für uns war immer klar: Emil soll kein Einzelkind bleiben. Ich wurde aber eifach kein zweites Mal schwanger. Erst als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten, kündigte sich Magdalena an. Offenbar hat sie auf die Passion gewartet“, lächelt Rebecca Wind.

Ihr Leben und das ihres Mannes Andreas Wind scheinen auf besondere Weise mit den Passionsspielen verknüpft, denn: „Bei jeder Passion passiert etwas: Bei der letzten 2011 kam unser Sohn Emil auf die Welt und auch er war sofort beim Spielen mit dabei“, erzählt Andreas Wind.

Und auch zusammengefunden hat das Paar bei einer Passion – oder besser gesagt bei zwei Passionen: „Eigentlich hat Andreas mich schon bei den Passionsspielen 2001 angesprochen, aber ich hab damals keinen Kopf für sowas und auch kein Interesse gehabt“, schmunzelt Rebecca, die bereits seit ihrer Jugend bei der Darstellung des Lebens und Leidens Christi mitspielt.

Doch Andreas bewies Geduld: „Fünf Jahre später, bei der Passion 2006, hab ich es nochmals versucht, und dieses Mal sind wir zusammengekommen“, freut sich Andreas, der bei der heurigen Passion den Apostel Thomas mimt, während Sohn Emil bereits fleißig bei der „Segnung der Kinder“ mitspielt. Wer sich die Passion noch ansehen will – am 20. und 21. August, um 16 Uhr, finden noch zwei Vorstellungen statt.