Erstellt am 11. November 2015, 11:53

von APA Red

Startschuss für Martin-Jubiläumsjahr. Seinen Anfang hat das traditionelle Martinsfest zum Namenstag unseres Landespatrons beim Festgottesdienst im Eisenstädter Dom genommen, der zugleich auch der Startschuss für das Jubiläumsjahr "1.700 Jahre Martin von Tours" war.

Der Eisenstädter Dom.  |  NOEN, Werner Müllner
Das Jubiläumsjahr wird auch in vielen anderen Diözesen weltweit begangen, berichtete die Kathpress am Mittwoch.

"Einheit in der Vielfalt": "Er ist uns Burgenländern nahe"

"Die Welt braucht mehr 'Martinus'", sagte Bischof Ägidius Zsifkovics. Der Heilige Martin habe aus seinem Glauben heraus viele Taten der Nächstenliebe - "Martinstaten" - gesetzt. "Er ist uns Burgenländern nahe, weil er als Mensch und Christ die 'Einheit in der Vielfalt' lebte - ein Dauerauftrag an die Kirche und Politik in unserem Land", so Zsifkovics in seiner Predigt.

Im Jubiläumsjahr gehe es nicht um "Nostalgie oder Jahreszahlenakrobatik, sondern darum, uns als Christen an sein Vermächtnis zu erinnern", sagte der Bischof. Dieses Vermächtnis bestehe darin, "das lebendige Feuer der Nächstenliebe weiter durch die Welt zu tragen", im Hier und Heute aufzugreifen.

Zsifkovics ging in seiner Predigt auch auf die Flüchtlingsthematik ein. "Ich kann verstehen, dass es Gründe gibt, diesen Menschen reserviert zu begegnen - sie kommen aus einem anderen Kulturkreis, sprechen eine andere Sprache, haben eine andere Religion." Doch die Botschaft Jesu im Evangelium sei eindeutig: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."

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