Erstellt am 22. Januar 2014, 10:48

Steindl: „Ich will die Unterstützung aller“. Urabstimmung | Nach Rücktritts-Aufforderungen will ÖVP-Chef Franz Steindl die Basis befragen und 2015 als Spitzenkandidat antreten.

Nach Rücktritts-Aufforderungen will ÖVP-Chef Franz Steindl die Basis befragen und 2015 als Spitzenkandidat antreten. Foto: Werner Müllner  |  NOEN, MUELLNER Werner
„Ich werde als Spitzenkandidat zur Landtagswahl antreten und ich will die Unterstützung aller 28.000 Parteimitglieder!“

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Kurz und knapp antwortete ÖVP-Chef Franz Steindl am Mittwoch auf das Rumoren in seiner Partei. Nachdem Ex-Nationalrat Oswald Klikovits einen „radikalen Schnitt“ im ÖVP-Team gefordert hatte, musste Steindl seine Entscheidung über die Kandidatur vorziehen.

Die Urabstimmung soll als „Wahlsonntag“ am 27. April über die Bühne gehen. Stimmberechtigt sind alle burgenländischen ÖVP-Mitglieder. Für Spannung sorgt nun die Frage, ob es aus den Reihen der Kritiker einen oder mehrere Gegenkandidaten geben wird.

„Bin der erste in der ÖVP, der den Mut aufbringt und sich dieser Abstimmung stellt“

Für Steindl steht fest: „Auch wenn nur ich antreten sollte, wird es diese Abstimmung geben. Denn ich lasse mir nicht vorwerfen, zu glauben, dass die Partei nur aus mir bestehe. Ich bin der erste in der ÖVP, der den Mut aufbringt und sich dieser Abstimmung stellt. Ich gehe auch Risiken ein.“

Gleich im Anschluss an seine Pressekonferenz versendete Steindl ein Schreiben an alle ÖVP-Mitglieder:

„Ich wende mich heute persönlich an Sie. Ich trete bei der Landtagswahl 2015 als Spitzenkandidat für die ÖVP Burgenland an. Als Spitzenkandidat will ich die Unterstützung aller 28.000 Parteimitglieder. Deshalb werde ich Freitag im Landesparteivorstand folgenden Vorschlag zur Abstimmung bringen: Alle 28.000 Parteimitglieder der ÖVP Burgenland sind an einem Wahlsonntag aufgerufen, über den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2015 zu entscheiden. Als Termin schlage ich den 27. April 2014 vor. In jeder Gemeinde wird an diesem Wahlsonntag ein Wahllokal eingerichtet, in dem alle Mitglieder ihre Stimme abgeben können. Alle Parteigremien können für diese Urabstimmung Kandidatinnen und Kandidaten benennen. Ich will eine neue Qualität der innerparteilichen Demokratie. Alle reden von direkter Demokratie, wir in der ÖVP Burgenland leben sie.“

Hier die erste Meldung über die Kritik von Ex-Nationalrat Oswald Klikovits:


Lesen Sie zum Thema auch den aktuellen Kommentar von Markus Stefanitsch aus der dieswöchigen BVZ: