Erstellt am 11. Februar 2015, 06:44

von Doris Fischer

Stichwahl: Wechselbad der Miene. Heinz Heidenreich (SPÖ) heißt der neue Bürgermeister von Großhöflein. Er konnte sich gegen Sylvia Unger (LBL) durchsetzen.

Grund zum Feiern. Neo-Bürgermeister Heinz Heidenreich (2.v.l.) mit Günter Kovacs, Gerhard Steier und Robert Hergovich (v.l.). Fotos: Fischer  |  NOEN, Doris Fischer
Fünf Stimmen gaben den Ausschlag zum Bürgermeister. Als glücklicher Sieger ging SPÖ-Kandidat Heinz Heidenreich aus dem Rennen hervor.

„Ein paar Hundertstel machten den Unterschied“

Die Stichwahl zwischen Heidenreich und Sylvia Unger (LBL) lässt sich mit einem spannenden Sportevent vergleichen.

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„Ein paar Hundertstel machten den Unterschied“, schmunzelte der frischgewählte Bürgermeister anlässlich seiner Gratulation bei Landeshauptmann Hans Niessl (Foto links), der sich mit dem neuen Gemeindeoberhaupt freute und nun diesen Schwung in Wahljahr mitnehmen möchte.

Hochspannung bei Auszählung

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So entspannt ging es am Wahlsonntag bei der Auszählung (Bild links) hingegen nicht zu.

Von Minute zu Minute änderte sich die Miene mancher SPÖ-Politiker – mal strahlend, mal nachdenklich, mal mit gesenktem Kopf.

„Es dauert noch. Wir müssen die Stimmen nochmals auszählen. Jemand hat sich verzählt“, bat ein SPÖ-Politiker um Geduld. Und dann die Erlösung: Ihr Kandidat hat gewonnen.

Unger zeigte sich als faire Verliererin

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„Menschlichkeit, Herzlichkeit und für andere da zu sein, hat gesiegt“, meint Heidenreich (Foto links), der allen Fraktionen die Zusammenarbeit anbietet.

Denn: „Wir wollen für Großhöflein und deren Bewohner arbeiten und da sein“, so Heidenreich, der im Wahlkampf „gelaufen und gelaufen“ ist.

Und er nennt auch gleich die nächsten Ziele für die Gemeinde: „In der Volksschule sehe ich Handlungsbedarf. Wir brauchen zwei zusätzliche Lehrräume und einen Turnsaal“, stellt der neue Ortschef in Aussicht. Kostenpunkt: rund eine Million Euro.

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Als faire Verliererin zeigte sich Sylvia Unger (Bild links). „Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber es ist, wie es ist. Trotzdem war es ein schönes Endergebnis“, stellte sie nach ihrer knappen Wahlniederlage fest.

Um das Wahlergebnis zu analysieren, braucht es für Unger noch einige Zeit „zum Setzen“. An zu wenig Hausbesuchen kann es nicht liegen.
 

Gemeinderat:

Insgesamt wurden 1.727, davon 63 ungültige,  Stimmen abgegeben – 608 für Heinz Heidenreich und 603 für Sylvia Unger.

Die ÖVP ist mit 6, die SPÖ mit 7 und die LBL mit 8 Mandaten im Gemeinderat vertreten.