Erstellt am 06. Juni 2012, 11:48

Stier Ivan - Ende der Freiheit. GESCHNAPPT / Mittwoch Morgen war Ende des achtmonatigen Ausflugs von Stier Ivan.

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TRAUSDORF / Mittwoch Früh, kurz nach vier Uhr morgens, tappte Stier Ivan, der seit Oktober 2011 nach seinem Fluchtversuch beim Transport nach Wulkaprodersdorf im Trausdorfer Wald lebte, in die Falle. Vier Experten des Gut Aiderbichl haben Zelte im Wald aufgebaut und die ganze Nacht gewartet. Als Ivan dann in das Gehege - angelockt von Kuh Mandy - kam, fiel der Betäubungsschuss. Laut Angaben von Gut Aiderbichl ist er noch rund 50 Meter gelaufen, dann umgefallen und eingeschlafen.

Anschließend wurde er auf einen Anhänger verladen und nach Kilb (Niederösterreich), einem Stützpunkt von Gut Aiderbichl gebracht. Dort wird er sich nach Auskunft von Gut Aiderbichl erholen und dann geht es weiter nach Salzburg, wo er bis an sein Lebensende bleiben darf. „Einmal Aiderbichler, immer Aiderbichler“, fasste Michael Aufhauser vom Gut Aiderbichl die „Lebenslage“ von Ivan zusammen?. Der Jungstier konnte somit dem Schlachthof entkommen.

Froh zeigt sich Trausdorfs Bürgermeister Viktor Hergovich (SPÖ) über die Botschaft, dass Ivan eingefangen wurde. „Ivan kommt jetzt dorthin, wo er hingehört“, meint Hergovich. Obwohl Ivan nie gefährlich geworden ist - bei den kleinsten Geräuschen flüchtete er ins Dickicht -, so Hergovich, wurde im Wald wieder die natürliche Ordnung hergestellt. „Es gab auch nie Beschwerden wegen Ivan“, versichert der Ortschef.

Ivan fiel auf Mandy`s Reize rein und konnte so geschnappt werden - derzeit ist er in Kilb (NÖ) und wird von dort auf Gut Aiderbichl gebracht.