Erstellt am 03. März 2014, 16:36

Störche im Anflug. Hoch hinaus wagen sich jedes Jahr noch vor Frühlingsbeginn Mitglieder des Storchenvereins im burgenländischen Rust.

 |  NOEN, HERBERT PFARRHOFER (APA)
Wenn die Störche aus ihren Winterquartieren zurückkehren, können sie sich bereits auf gereinigten Nestern niederlassen. Montag früh war es wieder soweit: Mit Hilfe eines Kranwagens nahm man sich der Horste über den Dächern der Freistadt an. Rund 30 Quartiere galt es dabei zu säubern.

Vorbereitungen trotz Regen


Bereits um 8.00 Uhr startete die Aktion, an der sich acht Vereinsmitglieder beteiligten, schilderte der geschäftsführende Vereinsobmann Josef Karassowitsch. Auch im Lauf des Tages einsetzender Regen tat dem Frühjahrsputz am Montag keinen Abbruch: "Wir haben den Kran nur für den einen Tag."


Nester werden geputzt und renoviert


Beim Seehotel wurde ein in die Jahre gekommenes Nest durch ein neues ersetzt, schilderte Karassowitsch. Auch in der Hauptstraße wurden Storchenbehausungen getauscht. Die übrigen Nester wurden gesäubert und mit einem speziellen Desinfektionsmittel behandelt: "Seit wir das machen, haben wir großen Erfolg damit." Auch in Oslip stand am Montag die Putzaktion bei drei Nestern auf dem Programm, zwei weitere in Oggau sollen folgen.

Vier Störchen überwinterten in Österreich


Während die Mitglieder des Storchenvereins die Horste reinigen, werden sie manchmal auch von oben beobachtet: Denn vier Adebare haben wie in den vergangenen Jahren wieder im Freien überwintert. Sie werden zusätzlich gefüttert, wenn es die Witterung erforderlich macht. "Die wissen das genau, wo sie etwas kriegen", erzählt Karassowitsch. Vier weitere, flugunfähige Störche befinden sich in der Storchenstation.

Große Unterstützung für Verein


Beim Verein laufen unterdessen die Vorbereitung auf die neue Saison: Die Storchenkamera wurde bereits gewartet. "Die Leute sind ja schon ganz neugierig, wann das Nest besetzt wird", meint der geschäftsführende Vereinsobmann. Auch die Vereins-Homepage ( http://storchenverein.at ) soll neu gestaltet werden. An die 420 Unterstützer zählt der Storchenverein derzeit, so Karassowitsch: "Wir haben auch Mitglieder in Südafrika und Kanada."