Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Strafe für Freiluftbild. DISPUT / Gemeinde soll 180 Euro Strafe für Bild in der Landschaft zahlen. Bürgermeister will Einspruch erheben.

Streitpunkt. Dieses Bild in den Weingärten ist zwar schon seit dem Winter entfernt, sorgt aber nach wie vor für Wirbel.SORGER  |  NOEN
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VON NINA SORGER

MÖRBISCH / Der Streit um die Mörbischer Kunst – konkret um jenes Bild, das der Mörbischer Maler Michael Andreas Lang im Auftrag der Gemeinde vergangenen Sommer in den Weingärten zwischen Mörbisch und Rust aufgehängt hatte – geht in die nächste Runde. Das Kunstwerk ist zwar seit dem Winter entfernt, doch nun flatterte der Gemeinde eine saftige Strafe ins Amt: Hatte die Bezirkshauptmannschaft anfangs den Künstler wegen „Verschandelung der Landschaft“ zu einer Geldstrafe verdonnert, muss nun die Gemeinde als Auftraggeberin 180 Euro Strafe zahlen.

„Kommt gar nicht in Frage! Ich sehe nach wie vor nicht ein, wie dieses Bild die Landschaft verschandelt hat, und werde daher auch nicht zahlen“, empört sich Mörbischs Bürgermeister Peter Vargyas (SPÖ). Er kündigt an, Einspruch gegen die Strafe erheben zu wollen, und will die Kunstaktion keinesfalls einstellen: „Ich habe schon mit Michael Andreas lang gesprochen, und er plant bereits ein neues Bild.“

Freiluftbild als offizielles  Landesprojekt?

Diesmal soll die Aktion allerdings, geht es nach den Ortschef, hochoffiziell gemacht werden: „Ich denke an ein Projekt, das ich beim Land einreichen will.“ Bis wann dies realisiert werden soll, darauf will sich Vargyas nicht festlegen, bis die Strafsache mit der BH geklärt ist.