Erstellt am 05. Oktober 2011, 00:00

Strafe fürs Schleichen. UNÜBLICH / Weil Tiroler Urlauber mit ihrem Wohnmobil zu langsam unterwegs waren, wurden sie von Zivilstreife gestraft.

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PURBACH/WATTENS / Seinen Urlaub wird ein Tiroler Ehepaar nicht so schnell vergessen. Sie kassierten für ihr Fahrverhalten eine Organstrafverfügung in der Höhe von 15 Euro. Nicht weil sie zu schnell, sondern zu langsam unterwegs waren.

Ehepaar dachte bei  Strafe an einen Scherz

Edith und Manfred Pensold fuhren mit ihrem Wohnmobil von Neusiedl in Richtung Eisenstadt. Sie wurden in Purbach von einer Zivilstreife angehalten. „Der Beamte hat uns auf eine sehr arrogante und unfreundliche Art und Weise darüber informiert, dass man in Purbach 50 Stundenkilometer zu fahren hat“, berichtet Edith Pensold gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Das Ehepaar dachte zuerst an einen Scherz. Über den Beamten hat er sich bereits beim Landespolizeikommando Burgenland beschwert.

Dass jemand wegen Langsamfahrens bestraft wird, komme, so Oberst Franz Füzi von der Verkehrsabteilung, relativ selten vor. „Aber in diesem Fall war es notwendig. Hinter dem Fahrzeug hat sich bereits eine Kolonne gebildet. Auf der B50 ist ein Überholen wegen der Sperrlinien relativ schwierig“, betont Füzi, und ergänzt: „Zwischen Breitenbrunn und Purbach ist eine Autostraße, auf der 100 Stundenkilometer gefahren werden sollen.“ Die Geschwindigkeit sei laut Straßenverkehrsordnung so zu wählen, sodass man nicht unbegründet den Verkehr behindert.