Erstellt am 13. März 2013, 00:00

Straffreie Stinker. Hundekot / 600 Hunde werden in Eisenstadt zum „Gassi“ gebracht. Großteil des Mists landet nicht im Sackerl, Kontrollen gibt es keine.

Auf manchen Spielplätzen in Eisenstadt sind Hunde verboten.  |  NOEN
Von Werner Müllner

EISENSTADT / 582 Hunde sind in Eisenstadt gemeldet, mit den „illegalen“ werden es 600 Hunde sein, die in der Landeshauptstadt ihr Geschäft verrichten.

Gerade jetzt im Frühjahr sind die unappetitlichen Hinterlassenschaften leider nur zu gut zu sehen. Die Würzerl und Trümmerl wurden durch die kalten Temperaturen gefroren und so konserviert. Im Sommer trocknen die Hinterlassenschaften aus und zerfallen oder werden mit dem Rasenmäher verteilt. Außerdem kann im Winter, wenn Schnee liegt, die Kehrmaschine der Gemeinde nicht fahren. Eigentlich dürfte gar nichts zu finden sein, denn, so erklärt Dietmar Eiszner vom Büro des Bürgermeisters: „Laut Straßenverkehrsordnung haben die Besitzer oder Verwahrer von Hunden dafür zu sorgen, dass diese Gehsteige und Gehwege sowie Fußgängerzonen und Wohnstraßen nicht verunreinigen.“

Ertappte werden  nur angesprochen

Extra Kontrollen für Hundehalter – etwa durch die MUT-Truppe der Gemeinde – gibt es nicht: „Hundehalter können nur dann belangt werden, wenn diese mit ihren Hunden auf ,frischer Tat‘ ertappt werden. In diesem Fall werden sie von den Mitarbeitern angesprochen“, so Eiszner. Seit Ende 2009 bekommen Hundebesitzer bei Anmeldung ihres Hundes bei der Gemeinde eine Dose und 40 Gackerlsackerl geschenkt. Nachfüllungen mit 80 Stück können am Gemeindeamt nachgekauft werden. Insgesamt wurden bisher rund 30.000 Sackerl ausgegeben. Dennoch – hunderte Kothaufen liegen nach wie vor in der Stadt. Als Hundeabgabe müssen die Besitzer jährlich 40,60 Euro bezahlen.