Erstellt am 30. Juli 2014, 08:17

von Bettina Eder

Ein Schildbürgerstreich. Tourismus-Betriebe-Chef Peter Vargyas ließ Wegschilder zu Seerestaurant abmontieren. Marina-Chef Helmut Weinberger vermutet dahinter Racheakt wegen Lokalverbot.

Alte Zeiten. Bei der Eröffnung vor fünf Jahren war die Welt bei Marina-Chef Helmut Weinberger (l.) noch in Ordnung. Foto: Sorger  |  NOEN, Sorger
„Das sind hirnlose Aktionen und schön langsam reicht’s mir“, platzt Marina-Restaurant-Chef Helmut Weinberger der Kragen.

Persönlicher Disput als Grund

Der ehemalige Bürgermeister und jetzige Geschäftsführer der Mörbischer Tourismus Betriebsgesellschaft m.b.H Peter Vargyas hat die Hinweis- und Wegschilder zum Restaurant mitten in der Saison abmontieren lassen.

Grund dafür ist laut Weinberger ein persönlicher Disput der beiden: „Ich hab‘ ihm vor einem Jahr Lokalverbot erteilt und vor Kurzem kam er wieder ins Lokal. Ich weiß echt nicht, was es an einem Lokalverbot nicht zu verstehen gibt.“

„Er stellt illegale Schilder auf“

Nach dem neuerlichen Rauswurf seien nun seine Schilder und die einiger anderer Betriebe „als Racheakt“ einfach abmontiert worden. Die Begründung: Sie seien illegal aufgestellt worden. Weinberger giftet sich: „Die stehen schon Jahre da. Und jetzt auf einmal müssen sie weg. Seit Jahren warten wir auf ein Leitsystem, das er uns versprochen hat. Da geht natürlich nichts weiter.“

„Das machen wir jeden Monat. Er stellt illegale Schilder auf, wir montieren sie ab“, reagiert auch Vargyas verärgert und ergänzt: „Da geht es nur um ein formloses Ansuchen, das man für ein Schild stellen müsste, aber das schafft er nicht. Jeden Monat werden Schilder aufgestellt und jeden Monat montieren wir diese wieder ab. Ich hab‘ ihn immer darauf hingewiesen, aber jetzt hat’s gereicht, und ich habe ein Schreiben mit der Androhung einer Besitzstörungsklage geschickt.“

Mit einer persönlichen Fehde habe das nichts zu tun, schlussendlich habe man auch illegale Schilder von anderen wegnehmen lassen.