Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Streit wegen Windräder. SAUBERE ENERGIE / Der geplante Windpark in Müllendorf führt zu „unsauberen“ Streitereien zwischen den beiden Parteien.

Gemeindezeitung. Bürgermeister Werner Huf schreibt in seinem Editorial über ein negatives Gutachten, das die Bürgerinitiative in Auftrag gegeben haben soll. Jetzt gab es eine Aussprache zwischen Ortschef und Bürgerinitiative.  |  NOEN
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VON DORIS FISCHER

MÜLLENDORF / Die Auseinandersetzungen rund um den geplanten Windpark kommt nach wie vor nicht zur Ruhe. So fühlen sich ÖVP-Gemeinderäte hinter das Licht geführt. „Uns wurde vom Bürgermeister vorgegaukelt, dass er Kontakt zu Experten hat, aber auch, dass die Windkraftanlagen für Steinbrunn und Hornstein schon fix sind. Und das stimmt in keinster Weise“, stellt ÖVP-Bürgermeister Karl Tinhof fest. „Wir“, so Tinhof, „sind der Meinung, dass uns der Bürgermeister bewusst belogen hat.“

Vizebürgermeister sieht  in Ortschef einen Lügner

„Der Bürgerinitiative unterstellt der Bürgermeister im Editorial der Gemeindezeitung Bestechung eines Experten“, ärgert sich Tinhof, und ergänzt: „Was soll man von einem Bürgermeister halten, der, um ein Projekt unbedingt durchzusetzen, zu Mitteln und Methoden der Lüge und der Vernaderung greift?“

Der von der ÖVP attackierte SPÖ-Bürgermeister Werner Huf möchte dazu keine Stellungnahme abgeben. „Die Situation ist sehr schwierig. Ich werde mich nicht verklagen gehen lassen“, lässt Huf wissen.

Auch die Sprecherin der Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Müllendorf“, Elisabeth Kretschmer, kann der Diskussion nichts abgewinnen: „Die Art der Auseinandersetzung ist nicht unser Stil. Uns geht es um sachliche Information der Bürger, die mitentscheiden sollen, ob Windkraftanlagen gebaut werden oder nicht.“ Immerhin wünscht sich die Bürgerinitiative eine Volksabstimmung. So wie es derzeit aussieht, dürften sie auch schon bald die erforderlichen Unterschriften zusammengetragen haben. „Dann werden wir schauen, wie damit umgegangen wird“, betont Kretschmer von der BI.