Erstellt am 18. September 2013, 00:00

Strom aus Schlamm. Spatenstich / 6,5 Millionen-Projekt der Abwasserverbände gestartet. Klärgasproduktion soll die Kläranlagen mit Strom versorgen.

Nächste Woche soll der Strom weiterhin fließen, versichert die Gewerkschaft.WODICKA  |  NOEN, WODICKA
Von Bettina Eder

Spatenstich / Der Abwasserverband Eisbachtal und der Wasserverband Wulkatal wollen aus dem Klärschlamm, der bei der Abwasserreinigung in den Kläranlagen Eisenstadt und Wulkaprodersdorf anfällt, Strom gewinnen.

Nach einer dreijährigen Planungs-, Bewilligungs- und Ausschreibungsphase folgte nun der Startschuss für die Errichtung zweier Faultürme mit einer Höhe von je etwa 18 Metern am Kläranlagengelände in Wulkaprodersdorf.

1.400.000 kWh für grünen Strom aus Kläranlage

Der Klärschlamm der Kläranlage Eisenstadt wird über eine etwa 4,5 Kilometer lange Druckleitung zu den Faultürmen transportiert. Das Klärgas, das dort produziert wird, soll dann zur Produktion von Strom in zwei Blockheizkraftwerken genutzt werden.

Die erzeugte Energie von ca. 1.400.000 kWh reicht aus, um die Kläranlage Wulkaprodersdorf zu einem Großteil mit grünem Strom zu versorgen. Die Kosten für das Projekt betragen etwa 6,5 Millionen Euro 28 Prozent werden von Bund und Land gefördert werden.