Erstellt am 25. November 2015, 03:58

von Doris Fischer

Stute „Guggi“ von Zug getötet. Die Stute „Guggi“ riss mit zwei anderen Pferden von Koppel aus und sorgte für Polizeieinsatz – sie verendete nach Zusammenstoß.

Getötet. Der Lokführer des Zuges konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß gegen das auf den Gleisen befindliche Pferd. Es wurde in den Graben geschleudert und verstarb an der Unfallstelle. Symbolbild: Bilderbox  |  NOEN, www.bilderbox.com

Erschütternde Szenen spielten sich entlang der Gleise zwischen Schützen und Eisenstadt am letzten Sonntag ab. Ein kurz zuvor mit zwei anderen entlaufenen Pferden geriet auf die Gleisanlage und wurde von einem Zug der ÖBB erfasst. Obwohl der Lokführer sofort eine Notbremsung einleitete, konnte er den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

BVZ.at hatte am Montag berichtet:

„Das Pferd war bei mir über das Wochenende eingestellt. Wir waren weg, als die Tiere durch den Zaun ausbrachen“, betont Alfred Zupanec aus Oslip, von wo aus die Pferde Reißaus nahmen. Die drei Tiere liefen entlang der und über die parallel verlaufenden Bahngleise.

Polizist konnte zwei Pferde einfangen

Da dies eine Gefährdung für den Fahrzeug- und Zugverkehr darstellte, waren Beamte von vier Polizeistreifen im Einsatz, um die Tiere einzufangen. Der 55-jährige Lokführer konnte nicht mehr rechtzeitig verständigt werden.

Die achtjährige Paint-Stute „Guggi“ befand sich zu diesem Zeitpunkt im Gleisbereich. Der Zug erfasste die Stute. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Tier in eine Grünfläche geschleudert und verendete dort sofort. Die Polizei beziffert den Wert des Pferdes mit rund 12.000 Euro.

„Die Pferdebesitzerin trauerte tränenreich um ihr soeben verendetes Pferd“, berichtet eine Augenzeugin, die zufällig am Unfallort vorbeifuhr.

„Ich habe nur gesehen, dass da etwas passiert ist und wollte einfach nur helfen. Daher bin ich nach Hause gefahren, habe mich umgezogen und bin wieder zurück nach Schützen“, erzählt die Augenzeugin und ergänzt: „Ich hatte keine Ruhe und ich wollte der Polizei anbieten, dass ich bei der Suche nach den restlichen Pferden und beim Einfangen helfe.“ Einem Beamten der Polizeiinspektion Schützen gelang es schließlich, die beiden anderen Pferde in Oslip einzufangen.

Personen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden. Jedoch wirbelten beim Aufprall des Zuges mit dem Pferd Steine vom Bahndamm durch die Luft und trafen die Windschutzscheibe eines Autos, das auf der B50 unterwegs war. Er wurde zum Glück nicht verletzt.