Erstellt am 05. August 2015, 05:16

von Sigrid Janisch

„Summerside“: Jetzt prüft Finanz!. Obwohl das „Summerside“ nun doch vom BDGA angezeigt wurde, fand die Party statt. Konsequenzen könnten aber folgen.

Helfer des „Summerside“. Bastian Hermann, Lisa Gmasz, Dominik Hermann, Jasmin Leiner, Tina Schmidt, Anna Fritz, Stefan Schneider und Lisa Hauer.  |  NOEN, privat
Trotz vorangegangener Anzeige durch das BDGA fand das Summerside in Purbach statt. „Der Jugendclub (Anm.: der Veranstalter des Events) hat alle behördlichen Auflagen erfüllt und wird von der Gemeinde gestützt“, so Veranstalter Dominik Hermann, Obmann des Jugendclubs Purbach. Die Gemeinde prüft aber nur den Veranstaltungsort.

Finanzbehörde untersucht Gemeinnützigkeit

Hauptkritikpunkt der Anzeige ist allerdings die Gemeinnützigkeit und diese wird nicht von der Gemeinde überprüft, sondern von der Finanz. Deswegen könnte es für den Jugendclub und seinen Vorstand dennoch Folgen geben.

Die Finanzbehörde wird den Verein und seine Gemeinnützigkeit nämlich noch genauer untersuchen. Denn nur wenn diese gegeben ist, dann müssen die lukrierten Einnahmen nicht versteuert werden.

„Wir haben nichts gegen den kleinen Traktorverein“

Dabei geht die Finanzbehörde „jeder Anzeige nach und das sehr rasch“, so Johannes Pasquali, Sprecher des Bundesministeriums für Finanzen. Diese zu überprüfen sei recht einfach. „Die Gemeinnützigkeit wird anhand der Statuten und der Jahresberichte geprüft. Ist sie nicht nachweisbar, so ist der Verein auf jeden Fall steuerpflichtig“, so Pasquali weiter.

Laut Gesetz muss der Hauptzweck des Vereines die Gemeinnützigkeit sein. „Nur den Reinerlös zu spenden, macht einen Verein noch nicht gemeinnützig“, erklärt BDGA-Obmann Manfred Mader.

Er ergänzt: „Wir haben gar nichts gegen den kleinen Traktorverein, der sein Festl für 100, 150 Leute veranstaltet. Aber Vereine, die nur dazu gegründet werden, um zweimal im Jahr ein Fest zu veranstalten und Umsatz zu machen, sind einfach gegen das Gesetz, und das zeigen wir auf.“

Mader weiter: „Wenn die Vereine nur als Veranstalter auftreten, ihre Einnahmen rechtmäßig versteuern und alle Mitarbeiter korrekt anmelden, ist nichts dagegen zu sagen.“ Aus Angst vor entsprechenden Folgen cancelten bereits einige andere ihre Veranstaltungen.