Erstellt am 27. Februar 2013, 00:00

Tagestourismus boomt. Tourismusstatistiken / Die Hotel-Betten blieben anscheinend leerer, doch der Tagestourismus wächst weiter, erklärt Tourismus-Stadtrat Walter Laciny von der ÖVP.

Zufrieden. Schlossmanager, Tourismusverband aber auch einige Hoteliers sind mit den Zahlen des Vorjahres zufrieden.Werner Müllner  |  NOEN
Von Werner Müllner und Nina Holler

EISENSTADT / Vor kurzem wurden die Tourismuszahlen für das Jahr 2012 veröffentlicht: Bei den Nächtigungen musste Eisenstadt ein Minus von 13 Prozent hinnehmen. Diese Zahlen muss Tourismus-Stadtrat Walter Laciny (ÖVP) zwar akzeptieren, will sie so aber nicht hinnehmen.

Rückgang wird bei der Meldemoral gesucht 

Laciny: „Anhand der Einnahmen aus der Ortstaxe kann seitens der Gemeinde kein Rückgang erkannt werden. Die Einnahmen daraus sind auch aufgrund der Erhöhung um mehr als das Doppelte gestiegen! Trotzdem glaube ich, dass gerade deshalb auch ein Rückgang in den Nächtigungszahlen zu erklären ist, ... der vermutlich in der Meldung einiger Betriebe liegt“, so Laciny. Der Stadtrat meint weiter: „Wichtig sind nicht nur die Nächtigungen, sondern auch Tagesgäste. Hier kann man mit dem Ergebnis 2012 mehr als zufrieden sein: An 311 Stadtführungen nahmen rund 7.150 Personen teil. Das entspricht einem Plus von 16,6 Prozent. Auch das Schloss weist 2012 ein Besucherplus von 17 Prozent auf. Das Haydnbräu ist ebenfalls ein guter Gradmesser: Im Vorjahr wurden hier um zehn Prozent mehr Busgruppen verzeichnet als im Jahr 2011.“

Bei den Hoteliers sind die Meinungen unterschiedlich. Joseph Nöhrer vom Parkhotel: „Im Vergleich zum Vorjahr ist in Bezug auf die Nächtigungen eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Es hat keinen reellen, nur einen statistischen Rückgang gegeben. Eigentlich sind wir zufrieden, ich habe keine Klagen gehört.“

Öcsi Gergely vom Hotel Burgenland dazu: „Man muss einen Unterschied machen zwischen Ferien- und Businessgästen. Bei Letzteren macht sich die europaweite Krise bemerkbar. Bestimmte Segmente haben uns im letzten Jahr nicht mehr gewählt. Ansonsten hat sich nicht allzu viel verändert.“

Ewald Toth vom Hotel Vicedom: „Sicher haben wir den Rückgang gespürt – wer hat das nicht? Ein Betrieb stärker, der andere schwächer. Jeder Monat ist natürlich anders, aber übers Jahr gesehen hatten wir weniger Gäste. Die Festspiele alleine machen halt das Kraut nicht fett. Ich verstehe, dass nicht immer viel los ist, da dem Gast nicht allzu viel geboten wird.“