Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Taxi teurer, Kritik am Bau. GEMEINDERAT / Die neuen Taxigebühren wurden beschlossen. Besprochen wurde auch die Baustelle Kirchäcker West.

Es reicht. Yasmin Dragschitz (Grüne) und Géza Molnár (FPÖ) sind sich einig: Bei den Kirchäckern wurde genug gebaut. Sie gaben keine Zustimmung für eine weitere Baulandfreigabe.WERNER MÜLLNER  |  NOEN
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VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Am Dienstagabend wurde wieder mal in Eisenstadt getagt. Der Gemeinderat hat über zwölf Punkte beraten, der Bürgermeisterwechsel war nicht dabei.

Der wichtigste Punkt der Sitzung waren wohl die neuen Verträge für die City-Taxis. Eine Taxifahrt wird in Zukunft fünf Euro kosten, den Betrag teilen sich Fahrgast und Gemeinde. Dies bedeutet, dass die Fahrt mit der City-Card – die jedermann im Eisenstädter Rathaus erhält – innerhalb der Stadtgrenzen 2,50 Euro kosten. Diesen Entschluss hat die ÖVP Eisenstadt schon vor einigen Tagen publik gemacht. SPÖ-Vizebürgermeister Günter Kovacs meinte im Vorfeld der Sitzung dazu: „Das ist demokratiepolitisch bedenklich!“

Zu dichtes Wohngebiet  bringt Spannungen

Dieser weiter: „Schon vor dem Beschluss in die Öffentlichkeit zu gehen, ist eine Unmöglichkeit. Das war von Herrn Steiner nicht nett, die anderen Parteien nicht zu informieren.“

In der Sache ist die SPÖ aber einverstanden. Kovacs: „Die Forderung, die Preise für die Taxler anzupassen, hatten wir schon seit Jahren. Spät aber doch hat man dies nun doch umgesetzt.“

Eine klare Ablehnung gab es von den Grünen und der FPÖ für einen anderen Punkt. Bei den Kirchäckern West – das ist der Bereich bei der Feldstraße stadtauswärts – sollen weitere Wohnblöcke entstehen, das lehnen die beiden Parteien ab. Yasmin Dragschitz (Grüne): „Die Bebauungsdichte in diesem Bereich ist wider jede Vernunft. Dort wird man bald einen Sozialarbeiter brauchen, es gibt keinerlei Erholungsräume. Jeder weitere Ausbau wäre fatal.“

Géza Molnár (FPÖ) ergänzt: „Bauträger sind an Profit interessiert. Und Flächen bringen nur dann Profit, wenn Wohnungen darauf stehen. Daher gibt es immer mehr dicht bebaute Wohnsiedlungen, in denen kaum mehr Platz für Kinder und Jugendliche ist.“ Das könne „weitreichende soziale Auswirkungen haben“, so dieser weiter: „Wenn Jugendliche keine Spiel- und Sportanlagen haben, darf es einen nicht verwundern, dass sie ihre Energie andernorts und oft mit unerwünschten Nebenwirkungen auslassen. Es handelt sich also um eine soziale Frage und damit um eine Frage der Lebensqualität.“