Eisenstadt

Erstellt am 07. Juli 2016, 15:08

von Wolfgang Millendorfer

„Nackt-Protest“ vor dem Landhaus. „Verein gegen Tierfabriken“ protestierte gegen die Aussetzung von Zuchtfasanen zur Jagd. Eine Gesetzesreform soll Abhilfe schaffen.

NÖN, Gollubics Prath

Mit einer Aufsehen erregenden Aktion verlieh der „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) seiner Forderung nach einem Verbot der Gatterjagd Nachdruck: Tierschützer protestierten halbnackt in Fasanenmasken und mit Kunstblut beschmiert vor den Toren des Landhauses in Eisenstadt.

Anlass ist die geplante Novelle zum Jagdgesetz, die jetzt in den Landtag einlaufen soll.

„ Wir hoffen, die Landesregierung hört auf ihr Volk“

VGT-Obmann Martin Balluch drängt auf eine rasche Änderung des Gesetzes nach dem Vorbild anderer Bundesländer: „In einer repräsentativen Umfrage forderten mehr als 70 Prozent der Menschen ein Verbot des Aussetzens extra für die Jagd gezüchteter Tiere. Die Regierungsparteien SPÖ und FPÖ haben in Gesprächen Verständnis für diese Position gezeigt. Wir hoffen, die Landesregierung hört auf ihr Volk.“

Geht es nach Balluch, so sollte die Reform noch vor der Jagdsaison im Herbst in Kraft treten.

Agrarlandesrätin Verena Dunst (SPÖ) verwies zuletzt auf die Vorbereitungen zur Gesetzesnovelle: In mehr als 200 Stunden an Besprechungen habe eine Expertengruppe bereits Details ausgearbeitet. Das Jagdgesetz soll damit „entrümpelt“ werden; ein wesentlicher Teil beschäftigt sich mit der umstrittenen Gatterjagd.