Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Tierschutzhaus: Wann wird endlich gebaut?. UNKLAR / Noch gibt‘s keinen Termin für den Baustart zum neuen Tierheim. Sulzhof-Vorstand denkt derweil über Auflösung nach.

Ob Kolars Vorschlag entsprochen wird, steht nicht fest. Gerhard Heiss lässt wissen, dies sei eine Entscheidung der Landesregierung und müsse vom Generalsekretariat der Landesamtsdirektion geprüft werden.  |  NOEN
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VON WERNER MÜLLNER UND NINA SORGER

EISENSTADT/ST. MARGARETHEN /  Das kommende Frühjahr könnte endlich den Baustart für das neue Tierschutzhaus Nord am Stadtrand von Eisenstadt bringen. Der Baubescheid erging am 21. Dezember, und laut Stadtgemeinde Eisenstadt hat bis zum Ende der Einspruchsfrist am 5. Jänner niemand Einspruch erhoben.

Das Projekt Tierschutzhaus Nord hat eine jahrelange Vorgeschichte. Beispielsweise kündigte Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner (ÖVP) – nach jahrelangen Verhandlungen – im März 2009 an, dass mit dem Bau des Tierschutzheims Nord noch im selben Jahr begonnen werde. Im März 2010 wurde der Bau schließlich von der BELIG, der Immobiliengesellschaft des Landes, beschlossen. Bei einem Architektenwettbewerb ging das Projekt des Eisenstädter Architekturbüros Bauwerk GmbH als das am besten geeignete hervor.

Wann es aber endlich mit dem Bau des neuen Tierheims losgeht, darüber schweigt man sich im Büro Falb-Meixner bisher aus. Auch aus dem Büro von Landeshauptmann Hans Niessl heißt es, es gebe noch keinen fixen Termin. Ein Baustart sei witterungsabhängig und müsse auch mit der BELIG abgeklärt werden.

Heiss: „Sulzhof wird eine  Zeit lang weiter bestehen“

Was aus dem bestehenden Tierschutzhaus Sulzhof und dem dazugehörigen Verein wird, darüber herrscht ebenfalls noch keine Klarheit. Das Areal des Sulzhofs gehört der Esterházy Stiftung. Der bestehende Pachtvertrag läuft 2016 aus. Gerhard Heiss aus dem Büro Falb-Meixner: „Der Sulzhof wird zumindest eine Zeit lang weiter bestehen, denn man braucht trotz des neuen Tierschutzhauses immer noch Anlaufstellen für Tiere.“

Franz Kolar, Obmann des bisherigen Vereins Tierschutzhaus Burgenland, fühlte sich bisher aus dem für das Tierschutzhaus Nord gegründeten Landestierschutzverein ausgegrenzt: „Dieser Verein entstand aus jenem Verein, der das Geld aus der Jubiläumsgabe des Landes verwaltet, das für Zu- und Umbauten am Sulzhof gedacht ist“, kritisiert Kolar, und erklärt weiter: „Als der Verein umgewandelt wurde, waren wir gar nicht eingeladen.“

Kolar: „Fusionierung der  beiden Tierschutzvereine“

Für ihn wäre eine Fusionierung von Landestierschutzverein und Verein Tierschutzhaus Burgenland die beste Lösung für das bestehende und das zukünftige Tierheim. Er meint: „Auf diese Weise könnte der Wechsel reibungslos für Personal und Tiere über die Bühne gehen. Und der neue Verein würde von unseren rund 200 Mitgliedern unterstützt werden.“

Kolar geht sogar so weit, selbst den Weg freizumachen, und kündigt an: „Wenn das Land an einer Fusionierung interessiert ist, dann schlage ich vor, dass unser Vorstand bei der nächsten Generalversammlung geschlossen zurücktritt.“ Diese soll Ende März stattfinden.