Erstellt am 18. Juni 2014, 09:54

von Nina Sorger

Tosca statt Troubadour. Die Opernfestspiele einigen sich mit Esterházy für 2015 auf Puccinis „Tosca“ mit Dornhelm, weitere Gespräche laufen.

Kopfschmerzen. Die Vereinbarungen für die kommende Saison machen sowohl Esterhazy als auch den Opernfestspielen noch einige Sorgen. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner
„Sicher ist, dass nächstes Jahr ’Tosca‘ gespielt wird“, hieß es am Dienstag dieser Woche aus dem Büro der Opernfestspiele St. Margarethen.

„Wir haben uns lediglich auf das neue Stück geeinigt“

Ursprünglich war für 2015 „Der Troubadour“ vorgesehen gewesen. Im April hatten die Esterhazy Betriebe dann überraschend bekannt gegeben, die Produktion im Römersteinbruch ab 2015 an einen anderen Veranstalter vergeben zu wollen. Sehr wahrscheinlich werde die nächste Oper „Tosca“ von Puccini sein, hieß es damals.

Werner hatte umgehend widersprochen und erklärt, für kommendes Jahr bestehe mit Esterhazy „eine Vereinbarung, dass die Opernfestspiele den ’Troubadour‘ produzieren werden.“

Bedeutet die Änderung des Stückes nun das fixe Aus der Opernfestspiele unter Wolfgang Werner? „Nein, nichts ist aus“, erklärt Werner gegenüber der BVZ: „Wir haben uns lediglich auf das neue Stück geeinigt und gemeinsam mit Esterházy beschlossen, ,Tosca‘ unter der Regie von Robert Dornhelm aufzuführen.“

Neuer Vertrag: „Es werden noch weitere Gespräche geführt“

Größer umdisponieren müsse man bei den Opernfestspielen, wo man ja bisher auf den „Troubadour“ eingestellt war, nicht, so Werner: „Die Vorbereitungen laufen normal.“

Auch in den Gesprächen mit Esterházy bezüglich eines neuen Vertrages sei noch nicht aller Tage Abend: „Es werden noch weitere Gespräche geführt.“ Werner gehe davon aus, „dass die Gespräche mit Esterhazy bis Anfang Juli abgeschlossen sind.“

Seitens der Esterházy Betriebe bestätigt Barbara Wagner-Gmeiner: „Die Vorbereitungen für ,Tosca‘ laufen. Wir arbeiten auch an einem Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Werbung für ,Aida‘.“

Die Verdi-Oper „Aida“ wird heuer von Regisseur Robert Dornhelm im Römersteinbruch inszeniert. Premiere ist am 9. Juli.