Erstellt am 05. Juli 2013, 09:51

Treibstoffdiebe vom Bahnhof Müllendorf ausgeforscht. Jene Treibstoffdiebe, die in den vergangenen Tagen Treibstofftanks mehrerer Fahrzeuge auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof in Müllendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) angebohrt hatten, konnten nun ausgeforscht werden.

Foto: Landespolizeidirektion Burgenland, Abdruck honorarfrei.  |  NOEN, LPD Burgenland
Es handelt sich um vier Jugendliche im Alter zwischen 16 und 25 Jahren aus dem Bezirk Eisenstadt. Die Täter hatten sich unter anderem auch als Polizisten in Zivil ausgegeben und Kontrollen durchgeführt. Die Höhe des Schadens ist derzeit noch nicht bekannt. Die Jugendlichen werden auf freiem Fuß angezeigt.
 
Kurios ist die Geschichte der vier Jugendlichen: Es handelt sich durchwegs um österreichische Staatsbürger, die auf dem Bahnhofsgelände in den vergangenen Tagen ihr Unwesen trieben, wobei der Schaden den sie angerichtet haben, in keiner Relation zum Erfolg steht.

Kurios: Jugendliche gaben sich als Polizeibeamte aus

Am Dienstagnachmittag hatten zwei ungarische Staatsbürger bei der Polizeiinspektion Wulkaprodersdorf Anzeige erstattet, dass sie in der vergangenen Nacht von vier jungen Männern in Zivil, die sich als Polizeibeamte ausgaben, angehalten und kontrolliert wurden.

Aufgrund der genauen Personsbeschreibung konnten die Polizisten die bereits amtsbekannten Jugendlichen ausforschen, die auch diesbezüglich sofort ein Geständnis ablegten.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die „falschen Polizisten“ auch für die Straftaten in Müllendorf in Frage kommen könnten, wurden auch diesbezüglich Erhebungen geführt, die vorerst negativ verliefen. Sie bestritten jeglichen Tatzusammenhang und wiesen alle Anschuldigungen empört zurückwiesen.

Kriminaltaktisch kluges Vorgehen führte zu Geständnis

Doch die Beamten ließen nicht locker und konnten das „Quartett“ durch viel Einfühlungsvermögen und kriminaltaktisch kluges Vorgehen zu einem Geständnis bewegen.

Sie gaben auch noch einen weiteren Vandalenakt bei einem Autohändler in Großhöflein zu. Dort hatten sie ebenfalls bei einem PKW den Tank angebohrt. Da sich in diesem Treibstoffbehälter jedoch anstatt des von ihnen benötigten Benzins Diesel befand, stachen sie drei Reifen dieses Fahrzeuges auf.

Das Tatwerkzeug konnte aufgefunden und beschlagnahmt werden, die Erhebungen sind noch nicht abgeschlossen.