Erstellt am 05. September 2012, 00:00

Tusztich vor Schließung. LEIDER AUS / Autos, Einrichtung und Liegenschaft werden verkauft, um Schulden zu tilgen. Tusztich: „Glaubte an Sanierung.“

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VON NINA SORGER

EISENSTADT / Das Schicksal des Eisenstädter Autohauses Tusztich, das im Februar Insolvenz anmelden musste, ist besiegelt: „Peter Tusztich hat seinen Antrag auf Sanierung zurückgezogen, daher obliegt es mir, das Unternehmen zu schließen und die Liegenschaft zu verkaufen – und das muss nicht an einen Autohändler sein“, erklärt Masseverwalterin Barbara Senninger.

„Derzeit haben wir noch 27 Gebrauchtwagen, die ich sehr günstig verkaufen muss, und die Werkstatteinrichtung. Und wir haben noch drei Container mit eingelagerten Winterreifen, die jetzt von den Besitzern abgeholt werden müssen.“ Die nach dem Sanierungsverfahren noch übrigen sieben Dienstnehmer müssen sich neue Jobs suchen. Warum man sich für die Schließung entschied, erklärt Senninger: „Es war recht offenkundig, dass das Unternehmen in den vorgegebenen zwei Jahren nicht saniert werden kann – zumal auch die PSA-Bank, einer der Hauptgläubiger, nicht mehr mit Herrn Tusztich zusammenarbeiten wollte.“

Peter Tusztich zeigt sich zerknirscht: „Ich habe immer geglaubt, die Sanierung funktioniert, musste dann aber erkennen, dass es einfach nicht geht.“

Das Unternehmen ist mit rund 2,1 Millionen Euro verschuldet, wobei ein Teil durch die anstehenden Verkäufe abgedeckt wird. Die Verträge mit Citroën und Suzuki werden gekündigt.