Erstellt am 18. Februar 2016, 13:43

von APA Red

B50-Umfahrung: Land kontert Kritik der LBL. Burgenlands Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (SPÖ) und Baudirektor Wolfgang Heckenast haben am Donnerstag Kritik bezüglich der B50-Umfahrung Schützen zurückgewiesen.

B50-Umfahrung Schützen  |  NOEN, Grüne Burgenland
Bieler bezeichnete die vom Bündnis Liste Burgenland (LBL) geschätzten 30 Millionen Euro Baukosten als "Fantasiezahl". "Die Gesamtbaukosten - inklusive Planung - belaufen sich auf 18,3 Millionen Euro", meinte Bieler.

Ist "eine Investition in die Zukunft"

Die Abrechnung der Umfahrung Schützen stelle dem Projekt "ein sehr gutes Zeugnis" aus, stellte Bieler in einer Aussendung fest. Die geplanten Gesamtbaukosten von 20 Millionen Euro exklusive Planungskosten seien unterschritten worden.

Die 5,2 Kilometer lange Entlastungsstraße sei "eine Investition in die Zukunft" und bringe Verkehrsteilnehmern der ganzen Region mehr Verkehrssicherheit und einen schnelleren Verkehrsfluss. Den Bürgern von Schützen am Gebirge bringe die Straße mehr Lebensqualität.

Würde man angesichts der bei Messungen festgestellten Tagesspitzen von 18.400 Fahrzeugen pro Tag diese Anzahl von Autos aneinanderreihen, reiche der Stau "von Schützen am Gebirge bis Oberwart", argumentierte der Ressortchef. Mit der Umfahrung gebe es um 75 Prozent weniger Verkehr in der Ortsdurchfahrt, weniger Konfliktstellen und eine signifikante Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Einladung zu "Aufklärungsgespräch"

Dass jeder Schritt zur Umsetzung der Umfahrung Schützen von den Projektgegnern "mit juristischen Mitteln bekämpft oder schlecht geredet" werde, sei für ihn nichts Neues, meinte Bieler: "Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Umfahrung Schützen ein Erfolgsprojekt ist." Er lade den LBL-Abgeordneten Manfred Kölly gerne zu einem "Aufklärungsgespräch" mit Baudirektor Wolfgang Heckenast und dem Projektteam ein, sagte Bieler.

Baudirektor Heckenast nahm gegenüber der APA zur Kritik des Bündnis Liste Burgenland Stellung. Man habe erst vor ein paar Tagen bei der Exekutive bezüglich Personenschäden nachgefragt: "Da sind wir bei Null." Was die kritisierte Radfahrer-Ampel betreffe, trage diese zu mehr Verkehrssicherheit bei. Außerdem gebe es an der Umfahrungsstraße selbst eine Unterführung, stellte der Baudirektor fest.

Zum Vorwurf unterschiedlicher Preiszahlungen an Grundstückseigentümer meinte Heckenast: "Die Landesstraßenverwaltung zahlt einen einheitlichen Preis."