Erstellt am 30. Dezember 2015, 04:33

von Bettina Eder

Unfall: Rowdy bei Kinderlauf. Autofahrer wollte an Absperrung vorbei, Einsatzkräfte und Leute mit Auto wegschieben und beschädigte zwei weitere Autos.

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„Die Straße war doppelt und dreifach mit Verbotsschildern und Scherengittern abgesperrt, die Kinder waren schon auf der Strecke, aber das war dem älteren Herrn am Steuer egal“, schildert Vizekommandant Niki Erdt von der Feuerwehr Siegendorf den Vorfall beim Siegendorfer Silvesterlauf.

„Nahm Verletzte in Kauf“

„Der Mann wollte partout nicht akzeptieren, dass abgesperrt war, und das, obwohl Kinder auf der Straße waren“, so auch ein Sprecher der Kinderfreunde Siegendorf, die den Lauf, bei dem es sonst keine weiteren Zwischenfälle gab, erfolgreich veranstalteten.

„Er nahm die Verletzung von Einsatzkräften und Kindern in Kauf und versuchte, über den Gehsteig die Straße zu queren“, schildert Erdt weiter, der sich vor das Auto stellte, um dem Uneinsichtigen die Fahrt zu versperren. Doch der Autolenker fuhr einfach weiter.

Am Ende Fahrerflucht begangen

„Dass jemand die Leute mit der Motorhaube wegschieben will, das ist neu. Wenn der von der Kupplung rutscht, bin ich im Spital. Er hat erst aufgehört, als ich die Fahrertür aufgerissen habe“, so Erdt kopfschüttelnd.

Doch damit nicht genug, beging der Mann, nachdem er einen Parkschaden verursacht hatte, Fahrerflucht. „Nachdem er beim Reversiermanöver noch zwei Autos beschädigt hat, waren wir gezwungen, die Polizei zu verständigen“, so Erdt.

Unverständlich für Erdt, denn „jeder normal denkende Mensch hätte das nie probiert. Der Autofahrer hatte zwischen den parkenden Autos und der Hausmauer am Gehsteig auf jeder Seite fünf Zentimeter frei.“