Erstellt am 23. Januar 2016, 10:42

von APA Red

Unmündige missbraucht und geschwängert: Prozess am Montag. In Eisenstadt steht am Montag ein junger Mann vor Gericht, der u.a. eine Unmündige geschwängert haben soll.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Dem 1996 geborenen Verdächtigen wird Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen sowie gefährliche Drohung und das Vergehen nach dem Notzeichengesetz vorgeworfen. Die Unterbringung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wurde beantragt, hieß es vom Landesgericht.

Mädchen vergewaltigt, eines geschwängert

Der Verdächtige soll im April 2014 in Wien eine 13-Jährige und weitere Minderjährige etwa ein Jahr später im niederösterreichischen Schwadorf (Bezirk Wien-Umgebung) vergewaltigt haben. Außerdem soll er mit den beiden Mädchen von Juli 2013 bis April 2014 den Beischlaf vollzogen haben. Eines der Mädchen wurde schwanger.

Weiters wirft die Staatsanwaltschaft dem jungen Mann vor, einer Frau mit den Worten, er wisse, wo sie wohne und er werde ihr Rocker vorbeischicken, die sie aufschlitzen werden, gefährlich gedroht haben.

Mit Bombe in Regionalzug gedroht

Außerdem soll er im Februar des Vorjahres am Telefon gedroht haben, eine Bombe im WC eines Regionalzuges von Wien-Hauptbahnhof nach Wien-Meidling versteckt zu haben, die mit einem Zeitzünder versehen sei und beim Einfahren in den Bahnhof hochgehen werde. Der Verdächtige soll überdies auch noch mit unterdrückter Rufnummer bei Notdiensten angerufen und diverse Notfälle vorgetäuscht haben.

Der Prozess am Montag dürfte mehrere Stunden dauern und werde zu einem "großen Teil" unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das kündigte Gerichtssprecher und Vizepräsident Bernhard Kolonovits gegenüber der APA an.