St. Margarethen im Burgenland

Erstellt am 05. Oktober 2016, 05:49

von Nina Sorger

Lawine von der Grenze! Neue Verkehrskolonnen. Seit Grenzkontrollen und Kreisverkehrbau in Siegendorf ist St. Margarethen neue Hauptroute für Grenzverkehr.

Neuer Plan. Um den Staus zu entgehen, wählen viele Fahrer nun die Route über St. Margarethen.  |  BVZ

Seit einigen Wochen ist es besonders spürbar: Die allmorgendliche Verkehrslawine, die sich in St. Margarethen von der ungarischen Grenze her über die Ödenburger Straße, die L210, nähert, ist erheblich angestiegen.

„Die L210 ist leider eine Raserstrecke“

„Man kommt morgens fast nicht über die Straße, so viele Autos sind es mittlerweile, die außerdem rücksichtslos die Straße entlangrasen und sich nicht um die Tempobeschränkungen kümmern“, empört sich eine Anrainerin.

Bürgermeister Eduard Scheuhammer (ÖVP) ist sich des Problems bewusst und bestätigt: „Seit in Klingenbach die Grenzkontrollen wieder aufgenommen wurden, hat das Verkehrsaufkommen schon spürbar zugenommen. Jetzt, wo der Kreisverkehr in Siegendorf umgebaut wird, fahren sehr viele von dort auch bei uns über die Grenze. Die Anrainer sind sehr unzufrieden – mit den Autos, mit dem entstehenden Lärm und vor allem der Rücksichtslosigkeit der Autofahrer. Die L210 ist leider eine Raserstrecke – trotz der dort eingeführten 70er- und 50er-Beschränkung. Im Ort haben wir sogar einen 30er.“

Vom Verkehr betroffen ist mittlerweile auch die Hauptstraße, denn früher fuhren nur jene Pendler durch St. Margarethen, die nach Neusiedl weiterwollten, jetzt auch jene, die in Eisenstadt auf die Autobahn auffahren. Abhilfe ist keine in Aussicht: „Bei Terminen mit der Bezirkshauptmannschaft und Vertretern der Polizei deponiere ich zwar energisch die Probleme, aber verkehrstechnisch ist derzeit nichts zu machen“, so Scheuhammer.

Ausweichroute über St. Margarethen

Zumindest für die Anrainer der Hauptstraße gibt es bald einen Lichtblick: Laut Bürgermeister könnte die jüngst errichtete Ampelanlage (die BVZ berichtete), „wenn der Testbetrieb passt, übernächste Woche in Betrieb gehen“.

Eine Zunahme des Verkehrs wird auch von Seiten der Polizei bestätigt: „Der Verkehr hat sicherlich zugenommen, aber zu Staus kommt es in St. Margarethen nicht. Dass hier jetzt mehr Verkehr ist, hängt sicherlich mit Klingenbach zusammen. St. Margarethen wird zur Ausweichroute.“