Erstellt am 13. Mai 2013, 19:05

Unterarm abgetrennt: Portier hat richtig gehandelt. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt hat am Montagnachmittag zum Fall des 37-jährigen Ungarn Stellung genommen, der mit seinem abgetrennten Arm beim Spital vorfuhr und zu einem anderen Eingang geschickt wurde.

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"Der Portier hat richtig gehandelt", er habe den Mann dorthin gelotst, wo er ihn in Empfang nehmen konnte, sagte eine Sprecherin. Denn, dass dem Ungarn ein Arm fehle, sei vorher zu keinem Zeitpunkt klar gewesen und erst in der Unfallambulanz bemerkt worden.

Der Ungar sei zur Schranke in der Esterhazystraße gekommen. Die dortige Einfahrt sei aus Sicherheitsgründen nur mehr für Rettungsfahrzeuge und Notarztwägen geöffnet und verfüge über eine Sprechanlage. Der Portier des Spitals könne zwar mittels Kamera sehen, ob ein Rettungswagen vorfahre, jedoch nicht genau, was sich im Fahrzeug abspiele.

Der Mann habe geläutet und gesagt: "Hand kaputt - Unfall", schilderte die Sprecherin. Aus der Information und der Situation - der 37-Jährige kam allein im Auto - habe man nicht auf eine so schwere Verletzung schließen können. Der Portier des Spitals habe sofort reagiert und ihm gesagt, er solle zum neuen Eingang fahren: "Der Mann ist dann hinaufgefahren, unser Portier hat ihn auch gesichtet." Beim neuen Eingang, wo sich ebenfalls eine Schranke befinde, könne man die Leute direkt beim Spital aussteigen lassen.

Der Patient sei dann aber in die Garage abgebogen. Anschließend habe ihn der Portier in Empfang genommen und gesehen, dass der 37-Jährige "sehr bleich" und blutig gewesen sei. Der Portier habe daraufhin die Schwester in der Unfallambulanz verständigt, so die Sprecherin. Danach sei der Mann erstversorgt worden. Der Ungar habe gesagt: "Den Arm bitte annähen": "Erst dann hat man gesehen, dass dem Herrn wirklich eine Gliedmaße fehlt."