Erstellt am 10. Januar 2017, 17:42

von APA Red

Wendemanöver mit Klein-Lkw auf S31: Sechs Monate. Nach einem Auffahrunfall im Vorjahr auf der Burgenland-Schnellstraße (S31) ist am Dienstag ein 43-jähriger Mann zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

Symbolbild  |  APA/Webpic

Die Anklage warf ihm fahrlässig schwere Körperverletzung vor, weil er auf der Schnellstraße mit einem Klein-Lkw ein Wendemanöver versucht haben soll. Ein nachkommender Motorradfahrer krachte in den Kleinlaster und wurde schwer verletzt (BVZ.at hatte berichtet, siehe ganz unten). Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Biker war über Fahrzeug geschleudert worden

Der Lenker aus Ungarn war im September auf der S31 im Bereich der Umfahrung von Eisenstadt unterwegs. Im Abschnitt, wo die Schnellstraße von vier auf zwei Spuren zusammengeleitet wird und die Betonmittelleitwand endet, soll er mit den Klein-Lkw abgebremst und dann versucht haben, nach links in die Gegenfahrbahn einzubiegen.

Der Motorradfahrer bremste zwar ebenfalls, konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig anhalten und stieß gegen den Klein-Lkw. Dabei wurde er über das Fahrzeug geschleudert und erlitt unter anderem einen Trümmerbruch des Oberschenkels. Der Biker ist durch Schmerzen noch immer gesundheitlich beeinträchtigt.

Der Angeklagte soll bei der Fahrt durch einen Kühlschrank, den er transportierte, in der Sicht nach rückwärts eingeschränkt gewesen sein. Zusätzlich zur bedingten Freiheitsstrafe ordnete das Gericht auch die Zahlung von 3.000 Euro Schmerzensgeld an.

Neben seiner bisherigen Unbescholtenheit wurde auch die weitgehend geständige Verantwortung des Mannes als mildernd berücksichtigt. Der 43-Jährige verzichtete auf Rechtsmittel, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab.