Erstellt am 23. November 2011, 16:02

Urteil um Baumaschinenbande. Ein 37-jähriger Rumäne ist Mittwochnachmittag am Landesgericht Eisenstadt rechtskräftig zu 30 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann forschte laut Anklage als Mitglied einer Bande von April bis November 2008 fünf Baumaschinen im Wert von bis zu 80.000 Euro aus und verlud sie für den Abtransport in sein Heimatland.

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Für seine Dienste erhielt er pro Maschine 5.000 Euro. Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte in allen fünf Fällen geständig und beteuerte, dass ihm alles leid tue. Als Motiv nannte der Angeklagte Geldsorgen. Der in Rumänien mehrfach vorbestrafte Mann war von einem anderen Bandenmitglied angeheuert worden. Der Staatsanwalt warf dem 37-Jährigen gewerbsmäßigen schweren Diebstahl im Rahmen einer kriminellen Vereinigung vor. Man müsse zwar nicht auf den Vorstrafen herumreiten, da diese schon fast zehn Jahre zurückliegen, allerdings müsse man auch würdigen, dass es sich beim Diebesgut um keine Handtaschen oder Handys gehandelt habe, meinte der Ankläger.

Der Verteidiger hielt fest, dass sein Mandant in den vergangenen drei Jahren keine Straftaten begangen und "nichts gemacht hat". Richterin Karin Knöchl wertete unter anderem das reumütige Geständnis des Rumänen als mildernd, erschwerend das Zusammenfallen von mehreren Taten. Gemeinsam mit zwei Laienrichtern verurteilte Knöchl den 37-Jährigen zu 30 Monaten unbedingt, drei davon hat er nach seiner Festnahme im August bereits abgesessen. Zusätzlich muss der Angeklagte mit einem weiteren Bandenmitglied mehr als 71.000 Euro an einen privaten Nebenkläger zahlen. Der 37-Jährige war aufgrund eines EU-Haftbefehls von Rumänien nach Österreich ausgeliefert worden und kann sich nun aussuchen, in welchem dieser beiden Länder er seine Haftstrafe antreten möchte.