Erstellt am 04. Januar 2012, 07:58

Verschossen in den Silvester. BETTINA EDER über den Jahreswechsel in Eisenstadt.In Eisenstadt rennen die Radeln wirklich anders: Die Silvesternacht, die in anderen Städten für jede Menge polizeilichen Stress sorgt, ist hierzulande –

jedenfalls 2011/12 – nach Polizeiaussagen „ruhiger als so mancher Samstag“ (Seite 11) – nur eine (kleine) Anzeige wegen Lärmbelästigungen, keine Ausschreitungen und auch keine schwerverletzten Raketenliebhaber. Und das, obwohl 3000 Menschen das neue Jahr vor dem Schloss Esterházy mit einem pompösen Feuerwerk begrüßten (Seite 16). Nach jahrelanger Pause war endlich wieder mal was los zum Jahreswechsel. So schön das Feiern ist, aber die Knallerei war auch weit nach Mitternacht noch zu hören. Denn dem Feinstaub, der geschreckten Nachbarskatze und Kleinkindern zum Trotz, ballert fast jede kleine silvesterliche Fonduerunde im eigenen Garten vor, nach und neben dem großen Klangfeuerwerk los. Wenn alle eines genießen und das Raketengeld stattdessen spenden würden, dann wär die Knallerei zum einen nach ein paar Minuten vorbei, und zum anderen hätten karitative Organisationen wie die Pannonische Tafel auch außerhalb der Weihnachtszeit keine (finanziellen) Sorgen.

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