Erstellt am 12. März 2012, 15:38

Veruntreute Oberbank-Gelder: Prozess ab 3. Mai. Für einen ehemaligen Oberbank-Angestellten, der verdächtigt wird, Kundengelder in der Höhe von rund 9,3 Mio. Euro veruntreut zu haben, beginnt am 3. Mai in Eisenstadt der Prozess.

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Das teilte eine Sprecherin des Landesgericht am Montag mit. Der Burgenländer befindet sich seit 23. Dezember 2010 in Untersuchungshaft. Auch ein Geschäftspartner aus Ungarn muss sich vor dem Schöffensenat unter dem Vorsitz von Vizepräsident Alfred Ellinger verantworten.

Etwa eine Woche vor der Festnahme des Burgenländers sind die Malversationen entdeckt worden, teilte am 21. Dezember 2010 das Geldinstitut in einer Aussendung mit. Der Mann wurde daraufhin fristlos entlassen und angezeigt. Er soll von Mai 2008 bis Dezember 2010 das Geld der Kunden veruntreut haben.

Laut Staatsanwaltschaft Eisenstadt soll der ehemalige Bankangestellte das Geld in verschiedene Betriebe in Ungarn investiert haben. Er und sein Geschäftspartner sollen eine Firma, die Lokale und Diskotheken betrieben habe, besessen haben. Der Ungar soll den Ex-Bankangestellten mit Drohungen und durch Täuschungshandlungen dazu angehalten haben, Gelder aus der Bank zu nehmen.

Für den Geschäftspartner des Burgenländers klickten am 8. März 2011 in Budapest die Handschellen. Er wurde am 12. April nach Österreich ausgeliefert und befindet sich seither in der Justizanstalt Eisenstadt in Untersuchungshaft. Am 3. Mai startet nun der Prozess. Die erste Hauptverhandlung ist ganztägig ausgeschrieben.