Erstellt am 06. Juni 2012, 00:00

Verzweiflungstat am Supermarkt-Parkplatz. DRAMATISCH / Vor dem Arbeitsplatz seiner Lebensgefährtin setzte sich ein 35-Jähriger eine Pistole an die Schläfe und drückte ab.

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VON DORIS FISCHER

ST. MARGARETHEN / Wilde Szenen spielten sich vergangenen Freitag am Ortsrand von St. Margarethen ab. Ein Beziehungsdrama vor der Zielpunktfiliale sorgte für große Aufregung. Ein 35-Jähriger hielt sich eine Pistole an die Schläfe und drückte zweimal ab. Er stolperte und schlug mit dem Hinterkopf auf den Asphalt auf. Zum Glück stellte sich heraus, dass es sich um eine Luftdruckpistole handelte.

Betretungsverbot gegen  Mann ausgesprochen

 

Der Notarzthubschrauber wurde angefordert und der Mann in das Landesklinikum Wiener Neustadt geflogen. Dort liegt er auf der Intensivstation. „Die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich. Mit einer derartigen Waffe kann man sich keine lebensgefährlichen Verletzungen zufügen“, versichert Eisenstadts Stadtpolizeikommandant Friedrich Tinhof. Wir gehen davon aus, dass der Mann seine Lebensgefährtin damit beeindrucken wollte. Die Frau wollte sich von ihm trennen“, stellt der Stadtpolizeikommandant fest. Offenbar wollte er seine Lebensgefährtin zu einer Aussprache bewegen. „Das Paar hat mehrere gemeinsame Kinder. Ein Zivilverfahren aufgrund der Wegweisung ist anhängig“, berichtet Gerichtssprecher Bernhard Kolonovits. Wegen mehrerer Gewaltdelikte – vor rund zwei Wochen soll der Mann auf seine Lebensgefährtin mit einem abgebrochenen Bierkrug losgegangen sein und sie im Gesicht verletzt haben – bestand gegen den Mann eine Wegweisung und ein Betretungsverbot. „Das war ein psychologischer Hilferuf“, so ein Polizist vor Ort. Beobachtet wurde der Vorfall von Jugendlichen. Einige Schüler haben kurz zuvor mit ihm gesprochen. „Er hat auf uns leicht alkoholisiert und verwirrt gewirkt“, betonten sie.