Erstellt am 06. März 2013, 00:00

Viel Gackerl, kein.... Hundekot / Der Schnee geht, der Dreck bleibt. Hundekot als Eisenstadts Empfangskomitee auf Straßen und Spielplätzen.

Spielplatz im Schmutz. Nach der Schneeschmelze wurde eines klar: Die Sackerl-fürs-Gackerl-Moral vieler Hundebesitzer liegt im Argen. Holler  |  NOEN
Von Nina Holler und Bettina Eder

EISENSTADT / Ein außerordentlich delikater Anblick erwartet den Schlossparkbesucher seit Beginn der Schneeschmelze – als ob Hänsel und Gretel ihren Weg markiert hätten. Doch statt Brotkrümeln findet sich wenig märchenhafter Hundekot im Meterabstand auf den Gehwegen.

Was bleibt, wenn die weiße Pracht die Realität nicht mehr überdeckt: Dreck – überall. Sogar am Spielplatz, wo an solch frühlingshaften Tagen wie im Moment Kinder toben sollten, ohne achtgeben zu müssen, in Kot zu steigen. „Man muss an die Eigenverantwortung der Hundebesitzer appellieren. Ich habe immer ein Sackerl mitgenommen, wenn ich mit meinem Hund Gassi gegangen bin“, erinnert sich die ehemalige Hundebesitzerin Monika Hauer.  

Dass nicht alle so pflichtbewusst sind, beweisen nicht nur Hinterlassenschaften im Schlosspark, sondern in der gesamten Stadt.

Hundekot in Hausdurchgängen, vor Einfahrten und Eingängen zu Geschäften. Von Seiten der Stadt gibt es zusätzlichen Maßnahmen, man appelliere an die Hundebesitzer sowie an die Zivilcourage anderer jene anzuzeigen oder anzuzeigen. Gemeinderat Werner Klikovits, selbst Hundehalter: „Das Problem liegt oft am anderen Ende der Leine. Hundehalter sein, heißt, Verantwortung für seinen Vierbeiner zu übernehmen.“ Zudem betont man aus dem Rathaus, dass jeder Hundehalter, der seinen Hund anmeldet, von der Stadtgemeinde einen kostenlosen Kotsackerlspender bekäme.

Auf das Liegenlassen von Hundekot stehen übrigens bis zu 72 Euro Strafe. Gestraft dürften aber noch nicht viele worden sein, denn weder Stadt noch Polizei, die vice versa aufeinander verweisen, haben darüber Aufzeichnungen.