Erstellt am 21. Oktober 2010, 13:53

„Viele Dinge passen nicht“. KRITIK /  Die Kindergartenleiterin soll einer Mutter –nachdem sie ihr Kind verspätet abgeholt hatte – gedroht haben.

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VON BETTINA EDER

SIEGENDORF /  „Der Kindergarten wird lieblos geführt, und das merkt man auch […] Leider können die Tanten nicht so arbeiten, wie sie wollen!“, hagelte es in einem Schreiben an die BVZ Kritik an der Siegendorfer Kindergartenleitung. Verfasserin ist eine betroffene Mutter, die aus Furcht vor Repressalien ihren Namen nicht öffentlich machen wollte.

Stein des Anstoßes war ein Fall, der vergangene Woche Staub aufgewirbelt hatte: Die Mutter eines Kindergartenkindes hatte die Leiterin des Kindergartens beschuldigt, sie rüde verwarnt und ihr damit gedroht zu haben, das „Kind auf den Polizeiposten Wulkaprodersdorf zu bringen“, wenn sie es noch einmal später abholen würde.

„Von der Dame wird etwas aufgebauscht. Das Abholen ist bei einigen Eltern schon mehrmals ein Problem gewesen. Das ist Thema bei einem Elternabend gewesen. Ich verstehe die Kindergartentanten, wenn die nach Hause wollen und sich aber jemand um eine halbe Stunde verspätet“, verteidigt ein Vater den Kindergarten.

Steier: „Das entbehrt  jeder Grundlage!“
„Da verstehe ich manche Eltern auch nicht. In einen Supermarkt kann ich auch nicht nach Sperrstunde gehen“, bekräftigt eine andere Mutter und ergänzt: „Allerdings gibt es im Kindergarten schon unzählige Dinge, die vielen Eltern nicht passen – etwa das ungesunde Essen und der mangelnde Kroatisch-Unterricht. Die Mutter, die den Rüffel wegen zu späten Abholens bekam, ist eine frisch Zugereiste, die Einheimischen selbst sagen nichts mehr dazu, denn das würden unsere Kinder spüren.“

Mit Unverständnis reagierte Bürgermeister Gerhard Steier (SPÖ): „Das entbehrt jeder Grundlage. Sicher gibt es immer etwas, was man verbessern kann, aber wenn jemanden etwas stört, sollte derjenige sich direkt an die Gemeinde oder mich wenden – und nicht an die Medien.“

Laut einer Mutter hätte man allerdings schon im Vorjahr versucht, auf einige Dinge aufmerksam zu machen. Damals hätte es ein Treffen zwischen etwa 15 bis 20 Eltern gegeben, bei dem einige Kritikpunkte formuliert und an die Kindergartenleiterin übergeben worden seien. „Da ging es nicht um große Dinge, sondern etwa darum, dass sich die Kinder die Hände vor dem Essen waschen sollten. Einiges –wie etwa eine andere Gruppeneinteilung – ist zwar umgesetzt worden, aber bis heute haben wir keine Antwort auf diese Punkte erhalten“, zeigt sich eine Mutter enttäuscht.

Das zweifelt wiederum Steier an: „Davon weiß ich nichts.“ An die Gemeinde gerichtete Beschwerden und Kritik wollte er ebenfalls nicht bestätigen. Die Kindergartenleiterin wollte zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen.