Erstellt am 23. September 2011, 13:25

Vier Störche überwintern in Rust. Die Horste über den Dächern der Storchenstadt Rust sind seit knapp einem Monat überwiegend leer, Meister Adebar hat es in den Süden gezogen.

 |  NOEN, zVg
Vier Tiere sind mit der großen Familie - heuer gab es 40 Jungstörche, 15 Paare und zwei Einzelgänger - nicht mitgeflogen und haben beschlossen, den Winter hier zu verbringen, freute sich Gerhard Amon, Obmann des örtlichen Storchenvereins, im Gespräch mit der APA. Seine Bilanz für das heurige Storchenjahr: "Wir sind wirklich sehr zufrieden und glücklich."

Mitte Juli, bei einer der ersten Begutachtungen der Nester und Jungstörche, habe man zunächst 38 frisch geschlüpfte Tiere gezählt. Statistisch gesehen hätte man damit das Rekordergebnis vom Vorjahr um zwei Störche verfehlt. "Bei einem weiteren Rundgang haben wir dann bemerkt, dass sich wohl zwei Jungstörche versteckt haben. Somit sind es auch im heurigen Jahr wieder 40 gewesen", erzählte Amon.

Dass sich die Tiere in den Horsten über Rust so wohl fühlen und nun schon zwei Jahre in Folge so fruchtbar sind, liege auch an der Pflege durch die Vereinsmitglieder. Bereits Anfang März werden die Nester für die Ankunft der Störche gereinigt, ausgebessert oder wenn nötig ausgetauscht.

Der erste Meister Adebar ließ sich heuer nur wenige Wochen nach dem Frühjahrsputz, nämlich am 20. März, in Rust blicken. Mitte April hatten bereits mehrere Störche ihre Horste bezogen. Kurz darauf kündigte sich der erste Nachwuchs an, der für "Dauerstress beim abwechselnden Füttern der sehr hungrigen Jungen" bei den Altstörchen sorgte, so der Vereinsobmann.

Nun ist über den Dächern wieder Ruhe eingekehrt. Klappergeräusche sind in Rust aber weiterhin zu hören, so Amon: "Vier Störche sind hiergeblieben. Tagsüber sind sie momentan auf der Storchenwiese, etwa zehn Meter neben der Altstadt, unterwegs und wirklich sehr schön zu beobachten."