Erstellt am 06. Mai 2015, 06:40

von Julia Leeb

Vulkan: Zänglein betroffen. Der Ausbruch des Vulkans Calbuco in Chile hat auch eine Eisenstädterin und deren Mann schwer getroffen, nun versuchen sie, Freunden in Chile und sich selbst zu helfen.

Zugeschüttet. Jose Miguel Potthoff Pugin vor dem Wohnhaus, das durch den Ausbruch mit Bimsstein und Schotter zugeschüttet wurde. Foto: Privat  |  NOEN, Privat
Unter den Betroffenen des Vulkanausbruchs befinden sich auch die Eisenstädterin Sandra Zänglein und ihr Mann, der Bergsteiger Jose Miguel Potthoff Pugin, die vom Ausbruch des Vulkans, wie viele andere Einwohner der umliegenden Dörfer schwer getroffen wurden.

„Bräuchten 600 Lkw, um das abzutransportieren“

Beide lebten bis zum Ausbruch von den Führungen zu den Vulkanen Osorno und Calbuco, doch der Ausbruch änderte alles: „Sämtliche Grün- und Wasserstellen sind in einem Umkreis von 50 Kilometern mit einer 50 Zentimeter hohen Geröllschicht überdeckt, was vor allem Einwohnern mit Tieren und Landwirtschaft schwer zu schaffen macht“, so Sandra Zänglein.

Was mit Geröll, Bimsstein und Schotter auf den Grundstücken passiert, ist noch unklar. „Allein bei unserem Grundstück bräuchten wir 600 Lkw, um das abzutransportieren, und dann wohin damit?“, so Sandra Zänglein, die gemeinsam mit ihrem Mann den Winter in Eisenstadt verbringt, da in den Wintermonaten in Chile mit dem Tourismus nur wenig Geld zu verdienen ist.

Noch bei der Mutter, aber bald wieder in Chile

Nach dem Ausbruch des Vulkans ist Jose Miguel Potthoff Pugin schon reiste früher zurück nach Chile, um Freunden beim Wiederaufbau ihrer Wohnhäuser und bei der Errichtung eines Wassersystems zu helfen.

Sandra Zänglein ist unterdessen noch in Eisenstadt bei ihrer Mutter. Sie will aber bald wieder nach Chile zurückkehren. „Sobald sich der Vulkan beruhigt hat, will mein Mann die Führungen zu den Vulkanen Osorno und Calbuco wieder fortsetzen“, so Zänglein.