Erstellt am 05. November 2015, 04:42

von Michael Pekovics

Walter Feymann gewürdigt. Der Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis ging an den Eisenstädter Autor Walter Feymann.

Schweres Thema. Walter Feymann erhielt den Preis von Helmut Bieler.  |  NOEN, BVZ

Seit 2004 wird anlässlich des 75. Geburtstages von Fred Sinowatz der gleichnamige Wissenschaftspreis verliehen. Für das Buchprojekt „Die langen Schatten der Vergangenheit. Betrogene Hoffnungen und die Schuld der Gleichgültigkeit. Nazifizierung und Entnazifizierung des Burgenlandes.“ wurde der Eisenstädter Walter Feymann ausgezeichnet.

Das Buch solle „keine Schuldzuweisung sein, auch wenn die Namen voll ausgeschrieben sind“, sagte Feymann bei der Verleihung. „Dieses Buch wird für Aufsehen sorgen“, war sich Moderator Walter Reiss sicher. Die weiteren Preisträger des Fred Sinowatz-Wissenschaftspreises sind die Schüler der 4ku-Klasse der NMS Rechnitz (Schuljahrgang 2014/2015) und Peter Liszt und Manuela Horvath aus Oberwart.

Unabhängige Jury traf Entscheidung

Über die Zuerkennung entschied eine kompetente und unabhängige Jury, moderiert wurde die Verleihung von Walter Reiss, für die musikalische Umrahmung sorgten Musiker der Formation „Quartart“. Die Schüler der 4ku-Klasse der NMS Rechnitz – „ku“ steht für kroatisch-ungarisch – wurden für das Schulprojekt „Gedenkjahr 70 Jahre Kriegsende. Jugend erforscht Geschichte – Geschichte anhand von Lebensbildern“.

„Die Kriege meiner Väter“ heißt das Buch von Preisträger Peter Liszt, in dem er seine Familiengeschichte in die Geschichte des Burgenlandes einbaute. Auch Manuela Horvath aus Oberwart – sie erhielt den Würdigungspreis 2015 – beschäftigte sich ganz persönlich mit dem Thema „Bombenanschlag 1995“.