Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Warten auf Schranken. WEITER KEINE LÖSUNG / Land, Asfinag und ÖBB sind sich einig, dass ein Schranken kommen soll – wann ist aber fraglich.

Projekt. Im Kreuzungsbereich S31 mit der B50 wird seit fünf Jahren über die Errichtung einer Schrankenanlage diskutiert. Asfinag und ÖBB sind nun am Zug, ist aus dem Büro von Landesrat Bieler zu hören.  |  NOEN
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VON DORIS FISCHER

EISENSTADT / Fünf Jahre lang schiebt man bereits die Errichtung eines Bahnschrankens an der Kreuzung S31 zur B50 zur Erhöhung der Sicherheit vor sich her. Vor fünf Jahren verunglückte ein BKF-Mitarbeiter und vor zwei Jahren ein Tscheche an der Kreuzung S31 und B50 tödlich. Eine Lichtzeichenanlage, Bodenmarkierungen und eine Rotlicht-Video-Überwachung wurden in der Zwischenzeit installiert.

Nach dem folgenschweren Unfall vor zwei Jahren begannen laut ÖBB heuer die Verhandlungen mit der Straßenbauabteilung des Landes zur Sicherung der Kreuzung durch einen Schranken.
 

Umbauarbeiten sind unbedingt notwendig


„Es schaut ganz gut aus. Jetzt sind Asfinag und ÖBB am Zug. Demnächst wird es sicherlich eine Lösung geben“, zeigt man sich im Büro von Landesrat Helmut Bieler zuversichtlich und schiebt den Ball an die Asfinag weiter, denn: „Über Schnellstraßen darf per Gesetz kein Bahnschranken gehen. Es wird sicherlich Umbauarbeiten geben müssen. So wird die Kreuzung nicht bleiben“, ist aus dem Büro Bieler zu hören. Die Schrankenanlage hätte laut ÖBB negative Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Durch die längeren Schließzeiten der Schranken würde sich, so ÖBB-Sprecher Seif, ein Rückstau bilden, der sich negativ auf den Kreuzungsbereich auswirkt. „Ein Umbau des Kreuzungsplateaus wäre die Folge. Dies und die angedachte Auflassung der Eisenbahnkreuzung beim BKF müsste noch vor Errichtung einer Schrankenanlage realisiert werden“, so Seif.