Erstellt am 10. November 2010, 13:18

Weinkost bilanziert mit einer „alten“ Förderung. ABRECHNUNG / Die Weinkost-Bilanz liegt vor. Das Minus fällt durch eine (wahrscheinliche) Förderung relativ „niedrig“ aus.

Krönung 2010. Andrea Fraunschiel mit Werner Falb-Meixner und Königin Patricia I.HAFNER  |  NOEN
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VON WERNER MÜLLNER

UND BETTINA EDER

EISENSTADT / Bei der Weinkost 2010 bleibt ein Minus von rund 61.000 Euro übrig. Darin enthalten sind zum Beispiel Leistungen des Bauhofes (25.000 Euro) sowie das Honorar von rund 41.000 Euro für Organisator Weidinger.

Dieses für die Weinkost relativ niedrige Minus kam dadurch zustande, dass eine mögliche Förderung des Landes in der Höhe von 29.000 Euro eingerechnet wurde. Das Ansuchen um diese Förderung wurde im Jänner bei der Landesregierung eingereicht. Dazu das zuständige Regierungsmitglied Werner Falb-Meixner (ÖVP): „Der Akt ist von uns eingebracht, aber noch nicht beschlossen. Die Förderung hat jedoch nichts mit dem Jahr 2010 zu tun. Die Förderung betrifft das Jahr 2009.“

Konkret sollen 28.770 Euro ausgeschüttet werden. Auf die Frage, warum gerade im letzten Jahr der Weinkost Geld fließe, meint Falb-Meixner, dass schon öfters gefördert worden sei. Zuletzt gab es in der Ära Stix Geld für die Weinkost, also vor zehn Jahren. Dazwischen war das Land einige Jahre in einem Verein Mitveranstalter. Als Grund, warum das Fest gefördert werden sollte, meint Falb-Meixner, dass es sich um ein landesweit bedeutendes Werbeevent für Wein handle.

SPÖ kritisiert die Vergabe  an Josef Weidinger

Für die FPÖ stellt sich die Frage, warum das Land als Subventionsgeber aufscheint. FPÖ-Obmann Géza Molnár: „Das kann nur ein Freundschaftsdienst gewesen sein. Warum sollte ein Landesrat sonst 30.000 Euro Steuergelder in ein Fass ohne Boden stecken?“ Von Seiten der Stadt nimmt Finanzstadtrat Michael Freismuth (ÖVP) Stellung: „Die von Molnár aufgestellte Rechnung ist natürlich völlig falsch. Fest steht, dass wir im heurigen Jahr mit einem Abgang von rund 35.000 Euro den budgetierten Rahmen sogar um 10.000 Euro unterschritten und wesentlich kostengünstiger gearbeitet haben als in der Vergangenheit“, so Freismuth weiter.

Was die SPÖ nervt, ist die Veranstaltungsagentur. „Schon seit Jahren erhält paradoxerweise ÖVP-Gemeinderat Weidinger den Auftrag zur Organisation des ,Festes der 1000 Weine‘ – und das für satte 41.000 Euro“, kritisiert Vizebürgermeister Günter Kovacs (SPÖ) die „perverse Postenschacherei der ÖVP“. Wenn der Erfolg stimmen würde, könnte man darüber hinwegsehen, meint Kovacs weiter. Michael Freismuth verteidigt seinen Parteikollegen: „Die Postenschachervorwürfe weisen wir aufs Schärfste zurück. Gerade im Veranstaltungsbereich hat die Stadt immer wieder Ausschreibungen durchgeführt, und wie hinlänglich bekannt ist, hat immer der Bestbieter gewonnen. Dies war 2008 und 2009 beispielsweise eine Wiener Agentur.“