Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Weinlager statt „Gampl“. NEUANFANG / Nach Schließung des Gasthauses will Robert Moser hier seine Consulting-Firma führen und Weine für China lagern.

Abschied. Am Wochenende schloss das Traditionsgasthaus Hahnenkamp seine Pforten.  |  NOEN
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VON NINA SORGER

ST. GEORGEN / Das Gasthaus Hahnenkamp in St. Georgen ist Geschichte. Nachdem das Traditionswirtshaus aus gesundheitlichen Gründen bereits vor einigen Wochen seine letzten Gäste beherbergte, wurde am vergangenen Wochenende mit einem Flohmarkt Abschied genommen.

Bald soll das Gebäude – oder zumindest ein Teil davon – einer neuen Funktion zugeführt werden. Denn der St. Georgener Robert Moser möchte hier seiner neu gegründeten Firma und edlen internationalen Weinen ein Dach über dem Kopf geben. „Noch ist der Kauf nicht vollzogen, aber ich interessiere mich für den hinteren Teil des Hauses, und wir sind uns einig“, so Moser, der seine Pläne weiter erläutert: „Vor einigen Wochen habe ich mich mit einer eigenen Consulting-Firma, die im Technikbereich zwischen Unternehmen in Asien und Europa vermittelt, selbstständig gemacht und möchte hier gerne mein Büro einrichten.“ Seine Kontakte nach Asien haben den gelernten Nachrichtentechniker auch auf den zweiten Geschäftszweig gebracht, der hier seine Niederlassung finden soll: die Zwischenlagerung edler französischer und griechischer Weine.

Weine aus Griechenland,  Frankreich und St. Georgen

„Eine Firma in Shanghai, die ich betreue, betreibt Weinimport und -export. Da Weine aus Griechenland oder Frankreich oft mehrere Jahre brauchen, bis sie reifen, aber bereits lange davor gekauft werden, möchte ich hier ein Zwischenlager anbieten“, erklärt Moser. Wenn sie reif sind, sollen neben Weinen aus Bordeaux und Griechenland auch edle Tropfen aus St. Georgen den Weg nach China finden.