Erstellt am 10. September 2014, 07:02

von Bettina Eder

Sorge um Weinlese. Burgenlands Winzer macht der nasse Sommer zu schaffen: „Kann sich auf Menge und Qualität auswirken“

Reif? Viele Trauben werden dieser Tage schon geerntet.  |  NOEN, Bilderbox/Erwin Wodicka
„Der nasse Sommer kann sich auf Qualität und Menge auswirken. Aber noch hoffen wir“, erklärt Wein-Burgenland Geschäftsführer Christian Zechmeister die Lage in den Weinbergen. „Die Gefahr ist, dass einige Trauben platzen, zu Faulen anfangen und die benachbarten Trauben mitreißen“, so auch Landesrat Andreas Liegenfeld.

„Schlampig darf man im Weingarten jetzt nicht sein“

Dennoch sind beide optimistisch. Zechmeister dazu: „Für mich ist da nichts gegessen, die nächsten zehn bis 15 Tage sind entscheidend.“ Auch Liegenfeld ist hoffnungsfroh: „Ein guter Winzer kann mit dem diesem Jahrgang umgehen. Es wird ein Jahr des Winzers und nicht der Natur. Schlampig darf man im Weingarten jetzt nicht sein. Die Arbeit im Keller wird herausfordernd sein.“

Zur Risikominimierung würden viele Weinbauern nun früher als geplant ernten. Vor allem Rund um den Neusiedler See wird es spannend.

Blaufränkisch-Fans werden auf ihre Kosten kommen

Unterschiede gebe es allerdings in den Sorten. Grüner Veltiner und Blaufränkisch Fans werden auch auf heuer auf ihre Kosten kommen, so Zechmeister und Liegenfeld. Dennoch ist für Liegenfeld jetzt schon klar: „Es wird kein Jahrgang, der in die Tiefe geht, sondern es werden frische, leichte Weine.“

Dennoch werden Weinfreunde Zechmeister überzeugt: „Wir werden vom Leithaberg gute Tropfen kriegen, wenn es so bleibt wie jetzt.“