Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Wiedersehen vor Gericht. KULTUR-STREIT / Der deutsche Musik-Manager Joachim Arnold klagt die Privatstiftung Esterházy auf 200.000 Euro.

Da war die Welt noch in Ordnung: Esterházy-Generaldirektor Stefan Ottrubay (l.) beim Antritt von Joachim Arnold (r.).WERNER MÜLLNER  |  NOEN
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EISENSTADT /  Wenn Joachim Arnold und Esterházy-Generaldirektor Stefan Ottrubay heute, Mittwoch, auf dem Eisenstädter Landesgericht aufeinandertreffen, sind die Fronten verhärtet. Vor einem Jahr wurde der Deutsche bei Esterházy noch als neuer musikalischer Leiter präsentiert; jetzt klagt er die Privatstiftung auf 200.000 Euro. Primär geht es bei dem Streit um die künstlerische Leitung der Opernfestspiele im Römersteinbruch St. Margarethen: Arnold pocht auf eine vertragliche Regelung, mit der ihm diese Position versprochen worden sei. Bei der 2011er-Produktion von „Don Giovanni“ war das auch der Fall. Da Römersteinbruch-Intendant Wolfgang Werner 2012 und 2013 mit seinem laufenden Vertrag aber noch fest im Sattel sitzt und auch in Sachen künstlerische Leitung das Sagen hat, hätte Ar-nold noch bis zum Jahr 2014 auf die begehrte Funktion warten müssen.

Römersteinbruch-Frage  im Vertrag geregelt

Enttäuscht kehrte der Musik-Manager den Esterházys den Rücken und klagt jetzt auf etwaige ausstehende Gagen. Esterházy-Direktor Karl Wessely verweist darauf, dass die Römersteinbruch-Frage im Vertrag genau geregelt gewesen sei. Zudem habe Arnold auch als musikalischer Leiter auf Schloss Esterházy eine klare Aufgabe gehabt. Wessely wird vor Gericht heute ebenso als Zeuge gehört wie Ottrubay und Arnold.