Erstellt am 08. April 2015, 05:50

Trotz Geldspritze Aus fürs „G‘schäft“. Trotz Geldspritze von der Gemeinde konnte Verein „Bewusst im Ort“ den Nahversorger nicht erhalten. Schluss nach Ostern.

Einsatz. Vereinsobfrau Sabine Kraus (M.) saß selbst hinter der Kasse des »G'schäftes« und sorgte mit ihren Mitarbeiterinnen Daniela und Simone für die Nahversorgung. Letztendlich reichte aber das Geld nicht zum Weitermachen. Foto: Bewusst im Ort  |  NOEN, Bewusst im Ort

Nun ist es fix: Am Dienstag schloss „Unser G‘schäft in Wimpassing“, das durch eine Bausteinaktion finanziert wurde, endgültig seine Pforten.

Während der letzten Tage stand Sabine Kraus, die Obfrau des Vereins „Bewusst im Ort“, der seit Oktober 2013 das „G’schäft“ betreibt, allein hinter der Ladentheke: „Es hat alles nichts geholfen, all meine Kraft“, erklärt sie resigniert.

Gemeinde sprang spontan ein

Bereits zu Weihnachten stand es schlecht um das vom „Verein für Nahversorgung in Wimpassing“ geführte Geschäft. Damals sprang die Gemeinde spontan mit einer Geldspritze in der Höhe von 10.000 Euro ein, damit der Verein zumindest die Gehälter der Mitarbeiterinnen zahlen konnte.

Die Forderung des Vereines, die Haftung für einen Überziehungsrahmen bei der Bank zu übernehmen, lehnte Bürgermeister Josef Wolowiec (ÖVP) damals allerdings ab.

Schulden im fünfstelligen Bereich?

Mit einer neuen Filialleitung, erweiterten Öffnungszeiten und einer privaten Finanzspritze sollte neu durchgestartet werden, doch all das nützte nichts.

Gerüchten zufolge sollen sich die Schulden im fünfstelligen Bereich bewegen. Wie hoch sie tatsächlich sind, wer die Haftung übernimmt und was mit den Bausteinen, mit deren Kauf zahlreiche Wimpassinger an dem Geschäft beteiligt sind, und den dafür ausgegebenen Gutscheinen passiert, muss noch geklärt werden.