Erstellt am 31. August 2011, 07:55

Wirte können aufatmen. NICHTRAUCHERSCHUTZGESETZ / Von 50 Anzeigen sind laut Magistrat nur drei übrig geblieben. Der Rest ging straffrei aus.

Zigarettenstummeln. In Eisenstadt kein Problem.KANITSCH  |  NOEN
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VON MARIO KANITSCH

EISENSTADT / Viel Wirbel löste in den vergangenen Jahren das Nichtraucherschutzgesetz aus. 50 Anzeigen – alle außer einer für Gastronomen – hagelte es alleine in der Landeshauptstadt bis Ende der Schonfrist.

Jetzt ein Jahr danach zeigt sich, dass alle 50 Anzeigen im Sand verliefen. Laut Johann Tinhof vom Magistrat Eisenstadt, zum einen aufgrund einer zu wenig detaillierten Sachlage, zum anderen mussten, wenn der Betrieb seinen Hauptsitz in einem anderen Bezirk hat, die Anzeigen an andere Bezirksbehörden abgegeben werden. „Von den 50 Anzeigen bis zum Stichtag am ersten Juli 2010 wurden alle eingestellt“, so Tinhof. Danach gab es nur noch vereinzelt Anzeigen. Zurzeit liegen in Eisenstadt, laut Rathaussprecher Maximilian Schulyok, nur mehr drei Beschwerden gegen Lokale vor. Zwei davon befinden sich im Einkaufszentrum. Die Gastronomen nehmen durch einen Verstoß Geldstrafen von 300 bis 10.000 Euro in Kauf. Gezahlt haben aber in Eisenstadt nur wenige.

Teurer wurde es hingegen für die Raucher selbst in der Bundeshauptstadt Wien. Dort wurden über 450 Personen in nur wenigen Monaten wegen dem Wegwerfen eines Zigarettenstummels mit 75 Euro zur Kasse gebeten. Sie verstießen damit gegen das Wiener Reinhaltegesetz. Derartiges ist in Eisenstadt laut Schulyok zwar nicht zu erwarten, dennoch könnte ein Zigarettenstummel auch hierzulande teuer kommen. Aus dem Autofenster geworfen gefährden diese andere Verkehrsteilnehmer und verschmutzen die Umwelt. Geldbußen von bis zu 726 Euro sind möglich, gestraft wurde laut Polizei derweil im Bezirk allerdings noch niemand.