Erstellt am 02. Oktober 2012, 15:15

Zocker spielte mit Firmengeld. Ein ehemaliger Mitarbeiter einer Wellness-Firma lieferte nur einen Teil der Einnahmen ab – der Rest wanderte in seine Tasche.

Von Doris Fischer

Ein 47-jähriger Mitarbeiter einer auf Whirlpools spezialisierten Firma gibt zu, Geld seines Dienstgebers veruntreut zu haben. Insgesamt soll es sich dabei um eine Summe von 17.500 Euro handeln.
Im Zeitraum von September 2011 bis Juli 2012 steckte er einen Großteil des Geldes, das er bei den Wellness-Kunden kassierte in seine eigene Tasche. „4000 Euro lieferte er bei seinem Chef ab. Die restlichen 17.500 Euro behielt er für sich“, berichtet Stadtpolizeikommandant-Stellvertreter Günter Hauer und ergänzt: „Der 47-Jährige ist selbst zu uns ins Stadtpolizeikommando gekommen und hat schließlich Selbstanzeige erstattet.“ Warum, kann Hauer nicht sagen.

17.500 Euro in den Wettbüros verspielt

An und für sich wurden die Rechnungen von den Kunden jeweils in bar bei dem jeweiligen Mitarbeiter bezahlt, so der Exekutivbeamte. Bei vier Aufträgen soll der Verdächtige nach dem gleichen Schema vorgegangen sein: Der Ex-Mitarbeiter ließ sich die Anzahlung von den Kunden auszahlen und lieferte schließlich nur einen Teilbetrag bei seinem Chef ab. Diesem täuschte der ehemalige Arbeitnehmer vor, dass die Kunden zahlungsunfähig seien und das Geld später nachzahlen oder überweisen würden. Die auf diese Weise „ergaunerten“ 17.500 Euro nutzte der ehemalige Schwimmbad-Monteur zur Finanzierung seiner Spielsucht. „Das Geld hat er unter anderem in Wettlokalen in Eisenstadt verspielt“, berichtet Stadtpolizeikommandant-Stellvertreter Hauer.

Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen. „Kein Kommentar“ heißt es von Seiten des geschädigten Unternehmers, der jetzt um sein Geld bangt. Schließlich, so ein ermittelnder Polizist, sei der Firmenchef der einzige Geschädigte. Er selbst wollte zu den Vorfällen rund um seinen ehemaligen Mitarbeiter nichts sagen.