Erstellt am 15. April 2016, 06:04

von NÖN Redaktion

Zwei historische Fahnen gerettet. Über 200 Jahre sind die Fahnen der Bürgerwehr alt, die nun restauriert wurden und in Eisenstadt ausgestellt werden.

Mühevolle Arbeit. Bürgermeister Thomas Steiner konnte sich kürzlich in der Werkstatt von Gabriele Klein selbst ein Bild von der Restauration der Fahnen machen.  |  NOEN, zVg
1809 erhielt die Eisenstädter Bürgerwehr für die Tapferkeit in den Franzosenkriegen eine Fahne mit deutscher Aufschrift und Doppeladler.

Die Vorderseite zeigt den Doppeladler mit der Kaiserkrone, in den Fängen trägt er das Schwert und das Reichszepter. Die Rückseite zeigt das Wappen des Hauses Esterházy mit dem Fürstenhut und das Wappen der Stadt mit der deutschen Umschrift.

Dauerhafter Platz im Eisenstädter Rathaus

1846 übergab Fürst Nikolaus Esterházy der Stadt eine neue Fahne, wobei die Fürstin Theresia als Fahnenpatin fungierte. Die Fahne ist in den ungarischen Nationalfarben rot-weiß-grün gerändert und zeigt das ungarische Staatswappen mit der Königskrone.

War hoher Besuch des Kaiserhauses angesagt, trugen die Städter die Fahne mit dem Doppeladler voraus. Beim Empfang ungarischer Gäste zeigte die Bürgerwehr die Fahne mit den ungarischen Nationalfarben.

Beide Fahnen wurden aus dem Bestand der Stadtfeuerwehr übernommen und in den vergangenen Monaten in mühevoller Kleinstarbeit im Auftrag der Freistadt Eisenstadt und mit Unterstützung der Esterházy Privatstiftung, des Diözesanmuseums und des Bundesdenkmalamtes restauriert.

Ende des Jahres dauerhaft ausgestellt

Die jüngere der beiden Fahnen wird nach der Präsentation als Teil der Ausstellung „1.700 Jahre Heiliger Martin“ im Diözesanmuseum ausgestellt. Zum Ende des Jahres wird die Fahne mit der seltenen Martinsdarstellung dauerhaft im Rathaus ausgestellt.

Am Dienstag, dem 19. April, werden die beiden Fahnen um 18 Uhr im Rathaus Eisenstadt präsentiert und durch Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics geweiht.